Vogelgrippe

Bringen Besucher Vogelgrippe? Zürcher Bauer sperrt Hühner weg

Redaktion
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Zürich,

Die Angst vor der Vogelgrippe grassiert. Das Bundesamt verschärft die Regeln und ein Bauer bringt seine Hühner in Schutz. Nicht vor Wildvögeln – vor Menschen.

hühner
November 2025: Eine neue Welle der Vogelgrippe erreicht die Schweiz. Bisher wurden zwei Fälle bestätigt. (Symbolbild) - pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei Fälle der Vogelgrippe sind in der Schweiz bisher aufgetaucht.
  • Vor allem Wildvögel schleppen das Virus in Geflügelhaltungen ein.
  • Für einen Zürcher Bauern sind Menschen das schwächste Glied.

Am 12. November wurde das Vogelgrippevirus bei einer Graugans in Männedorf ZH an der Goldküste nachgewiesen.

Es ist schon der zweite Fall in der Schweiz in dieser Saison. Einige Tage zuvor tauchte im Kanton Bern ein Fall auf.

Um die Weiterverbreitung des Virus zu verhindern, hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) seine Verordnungen verschärft.

Wie nahe verfolgst du die Entwicklung der Vogelgrippe mit?

Und dabei neue Beobachtungsgebiete festgelegt, in denen Schutzmassnahmen obligatorisch sind.

Dutzende Kilometer entfernt von Männedorf, und somit ausserhalb des Beobachtungsgebietes, sperrt ein Bauer nun auf seinem Hof die Hühner weg.

Und schreibt auf einen Zettel am Gehege: «Infolge der Vogelgrippe».

Vogelgrippe Bauernhof Hühner
Wegen der Vogelgrippe verboten: Hühnerfüttern. - zVg

Nau.ch fragt nach und erreicht den Sohn des Bauern, der erklärt, das Problem sei die mangelnde Hygiene der Menschen.

«Das schwächste Glied ist der Mensch. Unser Hof ist nahe an der Zivilisation, wir haben viele Besucher.»

Und weiter: «Menschen, die gestern in Südafrika oder sonstwo auf der Welt waren. Und heute, ohne dass sie ihre Hände richtig gewaschen haben, unseren Hühnern Nahrung geben.»

Ist der Mensch ein Seuchentreiber?

Gibt es noch mehr Bauernhöfe in der Schweiz, die freiwillig ihre Tiere vor Menschen schützen? «Darüber haben wir keine genaue Kenntnis», sagt Ferdi Hodel, Geschäftsführer des Zürcher Bauernverbands, zu Nau.ch.

Aber: «Die Tierhalter setzen in einer Situation wie jetzt konsequent geeignete Biosicherheitsmassnahmen um. Wie Hygienemassnahmen oder die Einschränkung von Besuchen durch betriebsfremde Personen.»

Nanu, bisher waren doch im allgemeinen Verständnis die Wildvögel die Hauptgefahr? Ist jetzt der Mensch ein Seuchentreiber?

Nau.ch konfrontiert das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen damit.

Nur selten Infektionen beim Menschen

BLV-Mediensprecherin Tiziana Boebner-Lombardo erklärt: «Die Einschleppung des Vogelgrippevirus in Geflügelhaltungen erfolgt vor allem über Wildvögel.»

Und ergänzt: «Die Beurteilung einer möglichen Übertragung durch Menschen liegt in der Zuständigkeit des Bundesamtes für Gesundheit.»

Boebner-Lombardo beruhigt jedoch: «Nach Kenntnis des BAG treten Infektionen beim Menschen nur sehr selten auf und meistens nach engem Kontakt mit infizierten Vögeln.»

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Kommentare

User #3565 (nicht angemeldet)

Wissenschaftler sollten Forschung betreiben, nicht Politik machen. Wenn sie sich als moralische oder politische Instanz ins öffentliche Geschehen einmischen, verlieren sie ihre Glaubwürdigkeit und verschärfen gesellschaftliche Spaltung. Wissenschaft braucht Distanz zur Macht – sonst wird sie zum Instrument ideologischer Deutung statt Quelle rationaler Erkenntnis.

User #4783 (nicht angemeldet)

Wo hat sich eigentlich ( Frankenstein) versteckt?:)))

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