Vogelgrippe

Vogelgrippe: Wird die Weihnachtsgans in Deutschland knapp?

Gerrit Fredrich
Gerrit Fredrich

Deutschland,

Die Vogelgrippe führt 2025 in Deutschland zu bundesweiter Stallpflicht. Weihnachtsgänse werden dadurch knapper und teurer.

Gänsebraten Weihnachten
Wird die Weihnachtsgans in Deutschland durch die Vogelgrippe knapp? - AFP

Die Vogelgrippe breitet sich im Herbst 2025 in Deutschland rasant aus. Besonders betroffen sind Nordwestdeutschland und Rheinland-Pfalz, wie das Friedrich-Loeffler-Institut («FLI») berichtet.

Mehrere Landkreise haben eine Stallpflicht für Geflügel eingeführt. Diese soll den Kontakt mit infizierten Wildvögeln vermeiden, erklärt das «FLI».

Stallpflicht bringt Herausforderungen

Die Stallpflicht belastet Halter erheblich. Gänse, die an Freilandhaltung gewöhnt sind, erleiden durch die beengten Verhältnisse Stress, warnt der «NDR Info».

Gänse auf einem Freigelände eines landwirtschaftlichen Betriebs in Brandenburg.
Der Markt für Weihnachtsgänse leidet 2025 spürbar unter der Vogelgrippe. - Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

Tierschützer mahnen, dass solche Bedingungen Krankheiten fördern können. Die Massnahmen sind wirtschaftlich für viele Betriebe schwierig, so der Geflügelwirtschaftsverband Hessen.

Zahlreiche Tiere wurden vorzeitig geschlachtet, um Verluste zu minimieren. Betriebe kämpfen mit hohem organisatorischem Aufwand, berichtet «Geflügelnews».

Vogelgrippe: Folgen für Weihnachtsgans und Preise

Der Markt für Weihnachtsgänse leidet 2025 spürbar unter den Einschränkungen. Das verfügbare Angebot schrumpft durch Stallpflicht und Ausbrüche, so die «Tagesschau».

Gibt es bei dir Gans an Weihnachten?

Die Preise für Gänse liegen nun zwischen 30 und 130 Euro. Gleichzeitig ist importierte Frischware aus betroffenen Ländern knapp, erklärt der Geflügelwirtschaftsverband.

Verbraucher müssen mit weniger Auswahl rechnen. Vor allem regionale Freiland-Gänse werden dadurch zum Luxusgut, warnt das «Landwirtschaftsministerium Hessen».

Ausblick und Prävention

Agrarminister Hauk warnt vor einer langen Vogelgrippe-Saison, die bis ins Frühjahr 2026 andauern könnte. Schutzmassnahmen bleiben essenziell, zitieren die «Tagesschau».

Das Friedrich-Loeffler-Institut sieht hohes Risiko weiterer Ausbrüche und ruft zu strenger Einhaltung der Stallpflichten auf. Behörden und Halter bleiben wachsam.

In der Schweiz wurde erstmals ein infizierter Wildvogel festgestellt. Dort mahnt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit verstärkte Biosicherheitsmassnahmen an.

Kommentare

User #8568 (nicht angemeldet)

Mir wird schon beim Gedanken, dass so eine arme Gans für den heiligen Abend zum Verzehr geschlachtet werden soll, spei übel. Soll nichts Schlimmeres passieren, als dass weniger Gänse für das Festmahl sterben müssen; damit kann ich leben.

_b

die ostdeutschen triffts besonders ... die reden immer von 'gaensefleisch'...

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