Brandopfer kritisieren Jessica Moretti wegen Flucht
Nach der Brand-Katastrophe von Crans-Montana steht Jessica Moretti in der Kritik. «Sie ist weggelaufen», berichten italienische Brandopfer.

Das Wichtigste in Kürze
- Bei der Brand-Katastrophe von Crans-Montana kamen in der Silvesternacht 41 Menschen um.
- Brandopfer kritisieren nun Jessica Moretti: «Sie ist weggelaufen.»
- Zudem geben die Opfer an, Minderjährige hätten in der Bar Alkohol bekommen.
In der Silvesternacht starben in Crans-Montana 41 Menschen bei der Brand-Katastrophe der Bar «Le Constellation».
Aktuell laufen die Ermittlungen rund um den verheerenden Brand. Diese sollen klären, wie es zur Katastrophe kommen konnte – und ob es Versäumnisse gab.
Im Zentrum der Ermittlungen steht das Betreiber-Ehepaar Jaques und Jessica Moretti. Sie wurden bereits von mehreren Angestellten belastet.

Zuletzt sagte ein Sicherheitsmann der Bar vor der Sittener Staatsanwaltschaft aus. Und erklärte, die Sicherheitstüren seien auf Wunsch der Morettis immer verschlossen gewesen.
Denn man habe sich so vor Zechprellern schützen wollen. «Jessica Moretti hatte Angst, dass die Kunden gehen würden, ohne zu bezahlen.»
Laut Brandopfern: Notausgänge waren alle zu
Nun haben auch auch Brandopfer aus Italien ausgesagt. Sie kritisieren insbesondere Jessica Moretti, die in der Brandnacht im «Le Constellation» anwesend war.
Vor der Staatsanwaltschaft in Rom sagten sie aus. Dabei gebe es einige übereinstimmenden Aussagen, wie der «Corriere della Sera» schreibt.
Darunter ist die Bestätigung, dass alle Notausgänge der Bar geschlossen waren. Es seien auch keine Feuerlöscher eingesetzt worden und das Feuer habe sich innert Sekunden im gesamten Kellerraum ausgebreitet.
«Minderjährige konnten die Bar besuchen und alkoholische Getränke konsumieren»
Besonders brisant sind jedoch Vorwürfe, die die Brandopfer an Jessica Moretti richten: «Sie ist weggelaufen», sollen mehrere Befragte geschildert haben. Moretti selbst gab an, herausgeeilt zu sein, um Hilfe zu holen.
Ein schlechtes Licht auf die Bar wirft auch eine andere Aussage der Brandopfer. Sie berichten, dass das Lokal nicht auf Maximalkapazitäten geachtet habe.
Vielmehr habe man Einlass bekommen, wenn man sich bereiterklärte, ein Getränk zu kaufen. «Es wurden bis zu 270 Euro für eine Flasche Champagner verlangt.»
Auch eine Altersbeschränkung habe es nicht gegeben. «Minderjährige konnten die Bar besuchen und alkoholische Getränke konsumieren.»
















