ZDF zieht US-Korrespondentin wegen KI-Bild ab
Am 15. Februar sendete das ZDF ein Bild aus den USA, was sich später als KI-generiert erwies. Nun zieht der Sender Konsequenzen und seine US-Korrespondentin ab.

Das Wichtigste in Kürze
- Der deutsche TV-Sender ZDF hat seine New York-Korrespondentin Nicola Albrecht abgezogen.
- Unter anderem hatte sie für einen Beitrag ein KI-Video genutzt.
Am Sonntagabend strahlte der öffentlich-rechtliche deutsche Fernsehsender einen Beitrag zur USA in seinem «heute journal» aus.
Inhalt des Beitrags: die Angst von Kindern in New York vor einer Festnahme durch Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE.
Doch dabei wurden Videosequenzen gezeigt, die mit dem Beitrag nichts zu tun hatten. Eine Sequenz stammte dabei aus einem ganz anderen Kontext. Ein weiterer Videoschnipsel war gar KI-generiert.
Chefredakteurin: «Schaden ist gross»
Nun zieht das ZDF Konsequenzen, wie der Sender in einer Medienmitteilung schreibt. Er zieht seine New York-Korrespondentin Nicola Albrecht mit sofortiger Wirkung ab.

«Das KI-generierte Material hätte ohne journalistische Begründung und Einordnung gemäss internen Regeln nicht verwendet werden dürfen.» Eine nach journalistischen Standards erforderliche Überprüfung der anderen Videoszene sei zudem nicht erfolgt, so das ZDF.
Chefredakteurin Bettina Schausten meint zu der Panne: «Der Schaden, der durch die Missachtung journalistischer Regeln entstanden ist, ist gross. Es geht im Kern um die Glaubwürdigkeit unserer Berichterstattung.»
















