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Italienischer Staatsanwalt trifft Walliser Staatsanwaltschaft

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Crans-Montana,

Ein italienischer Staatsanwalt wird am Donnerstag in Bern die Walliser Staatsanwaltschaft treffen.

Ein treffen der Walliser Staatsanwaltschaft mit einem italienischen Staatsanwalt steht diese Woche bevor. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Treffen geht es um die Details der Zusammenarbeit der beiden Staatsanwaltschaften.
  • Auch die Möglichkeit einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe soll besprochen werden.

Das Treffen hat zum Ziel, die Details der Zusammenarbeit der beiden Staatsanwaltschaften zur Brandkatastrophe in Crans-Montana zu klären. Zudem sollen die beiden Strafverfahren zu koordiniert werden, wie das Bundesamt für Justiz (BJ) am Samstag auf Anfrage von Keystone-SDA schrieb. Es bestätigte damit die Berichterstattung des Newsportals blick.ch.

Das BJ erklärte, dass am 19. Februar ein technisches Treffen zwischen der der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis und der Staatsanwaltschaft Rom stattfinden wird. Das Amt werde dieses Treffen begleiten. Im Rahmen dieses Treffens werde auch die Möglichkeit einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe (GEG) besprochen.

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Beim Treffen gehe es namentlich um das Ersuchen der Staatsanwaltschaft Rom an die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis um Zugang zu Beweismitteln, «denn ohne die Beweismittel der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis könnte Italien das eigene Strafverfahren nicht führen».

Weitere Details werden nicht bekannt gegeben

Entsprechend ist Italien laut dem BJ auf die Unterstützung der Schweiz angewiesen. Weitere Details werden nicht bekannt gegeben, wie es weiter hiess. Weil auch italienische Staatsbürger von der Brandkatastrophe betroffen sind, ist die italienische Justiz verpflichtet, ein eigenes ein Strafverfahren zu eröffnen.

Crans-Montana Brand Gedenkfeier
Am Samstag gab es in Crans-Montana eine Gedenkfeier für die Opfer der Brand-Katastrophe. - keystone

Laut blick.ch soll es sich beim Staatsanwalt um den obersten Ankläger aus Rom, Staatsanwalt Francesco Lo Voi handeln. Er machte sich unter anderem einen Namen als Antimafia-Staatsanwalt. Er war zudem Italiens Vertreter bei der europäischen Justizbehörde Eurojust.

Auf Initiative von Angehörigen der Opfer der Brandkatastrophe wurde derweil am Samstag in Crans-Montana eine Gedenkfeier organisiert. Einige Dutzend Menschen versammelten sich in der Nähe der Bar «Le Constellation», um der Opfer zu gedenken.

Gedenkfeier fand am Samstag statt

Die Gedenkfeier um 10 Uhr begann mit einer Kranzniederlegung in der Nähe des Unglücksortes. Unter den Anwesenden befanden sich mehrere Angehörige und Verwandte sowie eines der Opfer, wie ein Fotograf und ein Video-Journalist von Keystone-SDA vor Ort feststellten. Eine ältere Frau konnte ihre Tränen nicht zurückhalten.

Diana Forte, stellvertretende Missionschefin der italienischen Botschaft in der Schweiz, nahm ebenfalls an der Zeremonie teil. Sie wolle erneut die Solidarität und Anteilnahme Italiens gegenüber den Angehörigen der Opfer, sowohl der Verstorbenen als auch der Verletzten, zum Ausdruck bringen. «Für uns ist es sehr wichtig zu zeigen, dass wir nach wie vor da sind, so wie seit den ersten Tagen», erklärte sie Keystone-SDA.

Crans-Montana Gedenkfeier
Angehörige und Verwandte legten auch Blumen nieder. - keystone

Eine Schweigeminute zum Gedenken an die 41 Verstorbenen und 115 Verletzten beendete die Zeremonie. Später waren die Menschen zu einem Gedenkessen in Vétroz VS eingeladen. Seit mehreren Tagen kursierte in den sozialen Netzwerken ein Flyer, in dem dazu aufgerufen wurde, am Samstag in den Walliser Ferienort zu kommen, um der Verstorbenen zu gedenken.

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Kommentare

User #3962 (nicht angemeldet)

Das schlimmste neben dem was geschehen ist, ist die Hetzjagd gegen das Wallis. Es ist und war schon peinlich oder besser rufschädigend wie teilweise die Presse (Bl.) gegen das Wallis (nicht nur Brandkatastrophe) vorgegangen ist. Es schreibt aber niemand, dass in vielen Kantonen bis heute solche Bars mit 300 Gästen auch nur bis zu alle 5 Jahre kontrolliert wurden. So etwa Zürich und St. Gallen. Es ist doch wie mit allen Gesetzen in der Schweiz. Wir haben ein Bundesgesetz und in den Kantonen wird alles mit den Füssen getreten. Ich könnte viele solche Beispiele nennen.

User #4610 (nicht angemeldet)

Was mischen die sich ein?!!

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