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    Berns Grosser Rat setzt Zeichen gegen bargeldlose BLS-Automaten

    Keystone-SDA Regional
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    Bern,

    Das Berner Parlament setzt sich für den Erhalt von Billettautomaten mit Bargeldfunktion ein.

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    Die BLS will in Zukunft auf den Einsatz von bargeldlosen Billettautomaten setzen. - sda - BLS

    Der Berner Regierungsrat soll sich bei der BLS für den Erhalt von Billettautomaten mit Bargeldfunktion einsetzen.

    Mit 76 zu 58 Stimmen hat der Grosse Rat am Donnerstag eine Motion von Thomas Fuchs (SVP/Bern) überwiesen. Das Parlament setzte damit ein Zeichen gegen bargeldlose Automaten.

    thomas fuchs
    Thomas Fuchs (SVP). - Keystone

    Allerdings handelt es sich bloss um eine Richtlinienmotion. Der Regierungsrat hat einen recht grossen Spielraum bei der Umsetzung des Anliegens. Er hatte im Vorfeld erklärt, er habe Verständnis für den Schritt der BLS und wolle nicht intervenieren.

    Bargeld macht Automaten teurer

    Die BLS hatte vor gut einem Jahr mitgeteilt, sie müsse bald neue Billettautomaten beschaffen. Die Annahme von Bargeld mache Automaten teurer, unter anderem durch den Unterhalt der eingebauten Münz- und Notenprüfer. Deshalb setze die BLS bei ihren Geräten künftig ausschliesslich auf bargeldlose Zahlungsmittel.

    Für ein halbstaatliches Unternehmen sei das «äusserst fragwürdig», befand Motionär Fuchs. Benachteiligt würden ältere Personen, Kinder und weitere Personengruppen, die oft keine Bank- oder Kreditkarte besässen.

    Gegner sehen Prepaid-Karten als Lösung

    Die Gegner des Vorstosses befanden, es sei veraltet, immer und überall an Bargeld festzuhalten. Wer kein Handy habe und keine Bankkarte verwenden wolle, könne zum Beispiel eine Prepaid-Karte erwerben. Das sei auch für ältere Leute und für Schulkinder eine zumutbare und gute Lösung.

    Die Zustimmung zur Motion kam letztlich eher überraschend. Denn in der Debatte wurde mehrheitlich Verständnis für die BLS geäussert. Hinter Fuchs stellten sich offiziell nur die Fraktionen SVP, EDU und Mitte.

    Zuspruch aus allen politischen Lagern

    «Das Abstimmungsresultat zeigt, dass viele Parlamentarier das Problem erkannt und noch Bekannte haben, die weiterhin Bargeld verwenden», sagte Fuchs der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Im Vorfeld der Debatte habe er so viele Zuschriften wie noch nie erhalten – aus allen politischen Lagern.

    Geschlossen für den Vorstoss stimmten SVP und EDU, dazu etwa die Hälfte der Mitte, der Grünen und der SP. Dazu kamen einzelne Stimmen der EVP und der GLP, wie ein Blick auf das Abstimmungsprotokoll zeigte.

    Kommentare

    User #2462 (nicht angemeldet)

    Fuchs ist jemand wo das Bargeld nicht mehr schätzen. Karten, werden nie solange da sein, wie das Bargeld auf der Erde bleiben wird.

    User #1260 (nicht angemeldet)

    NUR BARES IST WAHRES !!! Es ist eine Frechheit, wie hier von oben herab darauf hingearbeitet wird, Bargeld abzuschaffen und volle Kontrolle auszuüben !!!!!

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