Bars in Crans-Montana öffnen wieder – aber ohne DJ
Zwei Wochen nach dem Brand mit 40 Toten in Crans-Montana erwacht das Dorf behutsam wieder zum Leben. Heute öffnet die Monk'is Bar. Aber nicht wie gewohnt.

Das Wichtigste in Kürze
- Crans-Montana ist seit dem 1. Januar 2026 nicht mehr das, was es einmal war.
- Trotzdem muss das Leben im Tourismusort weitergehen. Auch das Nachtleben.
- Die Monk'is Bar geht heute wieder auf. Anderswo läuft am Samstag wieder ein Konzert.
Ausgelassen feiern fühlt sich seit der Brand-Katastrophe in Crans-Montana seltsam an.
40 Menschen starben, 116 wurden verletzt, viele von ihnen trugen schlimme Verbrennungen davon. Die Bilder und Videos der verheerenden Silvesterparty gingen um die Welt.
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Doch das Leben geht weiter. Auch am Ort des Unglücks selbst. So nehmen nach und nach immer mehr Bars im Walliser Tourismusort ihren Betrieb wieder auf.
So etwa die Monk'is Bar, die vier Gehminuten von der Bar «Le Constellation» entfernt liegt. Sie öffnet heute Donnerstagabend um 22 Uhr wieder.
Die Wiedereröffnung geschehe im Geist des Respekts und der Zurückhaltung. Und somit ohne DJ, schreiben die Betreiber der Bar auf Facebook und Instagram.
Die Gedanken seien bei den Opfern, deren Angehörigen und allen anderen, die von diesem Drama betroffen seien.
Zwei Konzerte abgesagt
Im New Pub in Crans-Montana waren die für den 3. und den 10. Januar geplanten Konzerte abgesagt worden. Diesen Samstag findet nun das erste Konzert im neuen Jahr statt.
Aber auch hier: anders, als zuvor. «Die letzten Wochen haben den Ort und viele von uns geprägt. In solchen Zeiten verspürt man manchmal das Bedürfnis, sich auf andere Weise zu treffen», schreiben die Organisatoren auf Facebook.
Deshalb sei dieses Pop-Rock-Konzert «keine Einladung, um jeden Preis zu feiern.»
Es sei vielmehr ein Moment, um zusammenzukommen, zu teilen und gemeinsam durchzuatmen. «Denn Musik hilft, Zeiten zu überstehen, zu beruhigen und Verbindungen zu schaffen, wenn Worte fehlen», so das New Pub.
Auch Bundespräsident Guy Parmelin sagte in seiner Rede am nationalen Gedenktag: «Denn Trost findet man nicht nur in der Stille, so wohltuend diese auch sein mag.»




















