Kein Bock mehr auf Laptop-Studis – Badener Café greift durch

    Redaktion
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    Baden,

    Einen Café bestellen und dann stundenlang mit Laptop Tische besetzen? Davon hat ein Badener Lokal-Betreiber genug. Am Wochenende gelten nun strengere Regeln.

    Gaps Cup in Baden
    Das Café «Gap's Cup» in Baden. - Nau.ch

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Badener Café «Gap's Cup» weht neuerdings ein anderer Wind.
    • Laptops sowie Karten- und Gesellschaftsspiele sind am Wochenende dort nun tabu.
    • «Wir sind keine Bibliothek», erklärt der Betreiber dazu.

    Wer das «Gap's Cup» in Baden AG betritt, begegnet seit kurzer Zeit am Eingang einem Info-Aushang, der auf neue Regeln aufmerksam macht.

    Am Wochenende sind sowohl Laptops als auch Karten- oder Gesellschaftsspiele nicht mehr erwünscht. Weiter heisst es: «Wir möchten keine Aufenthaltszeit einführen, doch leider müssen wir an unsere Hausregeln und an den respektvollen Umgang miteinander erinnern.»

    Stundenlang im Café

    Inhaber des Lokals ist Barista Gijtipong Thangsubutr. Er ist zweimaliger Schweizer Meister in Latte Art. Auch an Weltmeisterschaften war er schon dabei.

    «Ja, ich musste diese Verbote tatsächlich einführen, auch wenn ich das eigentlich nicht wollte», sagt Thangsubutr gegenüber dem «Badener Tagblatt».

    Gap's Cup in Baden
    Barista Gijtipong Thangsubutr betreibt das Lokal. (Archivbild) - Nau.ch

    Studierende hätten regelmässig mit Laptops und Ordnern mehrere Tische belegt, sich stundenlang aufgehalten, aber nur ein Getränk bestellt. «Wir sind keine Bibliothek», betont er dazu.

    Für die Wirtschaftlichkeit des Lokals ist gemäss dem Barista eine solche Blockade nicht hilfreich. Gerade am Wochenende generiere man den grössten Teil des Umsatzes.

    Wegen Ausnahmen braucht es Regeln

    Der Gastronom berichtet von Diskussionen, die es immer mal wieder gebe. Kürzlich beispielsweise mit einer Frauengruppe, die lange Zeit im Café gesessen und gestrickt habe.

    Kannst du die neuen Regeln im «Gap's Cup» nachvollziehen?

    Trotz alle dem stellt Thangsubutr klar: «Die meisten Gäste wissen sehr genau, wie man sich verhält.» Aufgrund weniger Ausnahmen müssen aber nun Regeln aufgestellt werden, sagt er laut «Badener Tagblatt».

    Kommentare

    User #9609 (nicht angemeldet)

    Starbucks hat das stundenlange Verweilen mit Laptop in der Cafè-Bar populär gemacht oder gar zum Geschäftsmodell erklärt. Aber auch die haben inzwischen erkannt, dass man damit kein Geld verdienen kann, wenn die liebe studentische Kundschaft stundenlang an einer einzigen Tasse Kaffee nippt. Wie wäre es mit einem "Tassengeld" von 7.- Franken pro Stunde?

    User #1444 (nicht angemeldet)

    Generation Z: Keine Angst, einfach dazu setzen.

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