Anpassungen bei Gotthard-Bauarbeiten haben gegriffen

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Bellinzona,

Am Gotthard sind 2,5 Kilometer der zweiten Tunnelröhre fertig, auf der Südseite soll die gestoppte Bohrmaschine im Frühjahr wieder starten.

Gotthard
Weiterhin könne am voraussichtlichen Eröffnungstermin im Jahr 2030 festgehalten werden. (Archivbild) - keystone

Auf der Nordseite des Gotthardmassivs wurden bisher 2,5 Kilometer der zweiten Röhre des Strassentunnels planmässig realisiert. Im Süden soll die im Sommer gestoppte Tunnelbohrmaschine ihre Arbeit im kommenden Frühjahr wieder aufnehmen.

Die Anpassungen der Arbeiten auf der Südseite hätten gegriffen, schrieb das Bundesamt für Strassen (Astra) in einer Mitteilung vom Freitag. Seit die Tunnelbohrmaschine am 23. Juni angehalten werden musste, läuft auf 500 Metern Länge stattdessen der Sprengvortrieb.

Grund dafür waren ein stark geklüftetes, teilweise loses Gestein und Hohlräume. Dies verunmöglichte gemäss Astra den sicheren maschinellen Vortrieb und hätte die Tunnelbohrmaschine beschädigen können.

Um den Sprengvortrieb zu ermöglichen, wurde vom Zugangsstollen Süd ein Verbindungsstollen auf die Ebene der zweiten Röhre erstellt und Ende Oktober fertiggestellt. Seither laufen die Arbeiten, damit die Tunnelbohrmaschine im neuen Jahr ab Tunnelmeter 740 wieder zum Einsatz kommen kann. Die übrigen Arbeiten auf der Südseite laufen nach Plan, hiess es in der Mitteilung.

Projektanpassungen verursachen Zusatzkosten

Wie bereits im Sommer mitgeteilt wurde, führen die Anpassungen zu zusätzlichen Kosten von 15 bis 20 Millionen Franken. Dies bei Gesamt-Projektkosten von 2,14 Milliarden Franken.

Für die Zusatzkosten und die Verzögerungen von sechs bis acht Monaten sei im Budget wie auch im Bauprogramm eine Reserve vorgesehen.

Derzeit prüfe das Astra zudem Massnahmen, um den Bau «bei Bedarf» beschleunigen zu können, damit Kosten und Zeitplan weiterhin eingehalten werden. Darunter ein Dreischichtbetrieb an sieben Tagen pro Woche, das Vorziehen weiterer Arbeiten oder einen verlängerten Vortrieb von Norden her. Dies wäre jedoch mit Kosten verbunden, weshalb das Astra die Schritte «sorgfältig» abklären will.

Weiterhin könne am voraussichtlichen Eröffnungstermin im Jahr 2030 festgehalten werden, wie das Astra auf Anfrage von Keystone-SDA bestätigte.

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Kommentare

User #4621 (nicht angemeldet)

Dieses Loch wird ganz sicher wieder um viele Millionen mehr kosten, als man dem doofen Volk vorgegaukelt hat bei der Abstimmung.

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