Nachdem Gaming-Riese Activision Blizzard vom Staat Kaliforniern wegen sexistischer Diskriminierung verklagt wurde, organisieren Angestellte ein Walk-Out.
Activision Blizzard
Activision Blizzard sind seit 2008 ein Unternehmen. Foto: Michael Nelson/EPA/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach den Diskriminierungs-Vorwürfen gegen Activision Blizzard streiken die Angestellten.
  • Zuvor kursierte bereits ein von 3000 Beschäftigten unterzeichneter Brief mit Forderungen.
  • Auch Mitglieder der Online-Community spielen am Mittwochabend keine Titel des Entwicklers.

Vor kurzem wurde gegen Activision Blizzard durch den Staat Kalifornien Klage eingereicht. Grund dafür ist eine «Belästigungs-Kultur» und die systematische Diskriminierung weiblicher Angestellten. Das Unternehmen wies zunächst sämtliche Vorwürfe von sich.

Seither haben sich verschiedene ehemalige und aktuelle Angestellte des Gaming-Riesen dazu ausgesprochen. Sie berichten aus eigener Erfahrung von der toxischen Arbeitsumgebung in der Firma.

Am Donnerstagmorgen (Mittwochabend in Schweizer Zeit) organisierten Beschäftigte einen Walk-Out-Protest. Um 10 Uhr morgens (19 Uhr CET) liessen Teilnehmende alles stehen und liegen und gingen nach draussen.

Ausserdem unterschrieben mehr als 3'000 Protestierende einen offenen Brief an Activision Blizzard. In diesem stellen sie vier Forderungen, darunter, dass das relative Einkommen alles Positionen veröffentlicht werden. Dies soll zukünftige ungleiche Behandlung verhindern. Zudem soll das Unternehmen eine Arbeitsgruppe aufstellen, die sich künftig mit Diversität und Gleichstellung auseinandersetzt.

Die Online-Community zeigte sich solidarisch mit den Protesten. Auf Twitter verkündeten viele, am Mittwoch ab 19 Uhr europäischer Zeit keine Games von Activision oder Blizzard zu spielen. Auch namhafte Streamer beteiligten sich an der Aktion, die unter dem Hashtag «#ActiBlizzWalkout» läuft.

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