Nato-Truppen in Lettland üben Zielschiessen mit Haubitzen
Bei einem Manöver in Lettland haben Nato-Truppen den Schutz und die Verteidigung der Nato-Ostflanke geübt.

Während der Militärübung «Striking Thunder» trainieren Soldaten der von Kanada geführten multinationalen Nato-Brigade in dem baltischen EU-Land das Gefechtsschiessen mit M777-Haubitzen aus einer getarnten Stellung. «Wir üben sowohl das Bekämpfen von Zielen mit Artillerie als auch das Auffinden dieser Ziele», sagte der kanadische Oberstleutnant Andrew Curr auf dem Truppenübungsplatz in Adazi.
Kanada führt in dem an Russland und Belarus grenzenden Lettland eine Nato-Brigade, der rund 3.500 Soldaten aus gut einem Dutzend Nato-Staaten angehören – es ist die grösste Auslandsmission des nordamerikanischen Landes. Wegen der russischen Invasion in die Ukraine vor fast vier Jahren sieht sich auch der Baltenstaat von Russland bedroht.
Bei dem vorgeführten Szenario wurde das Abfeuern der Artilleriegeschütze geübt, mit denen auf mehrere Kilometer entfernte Ziele geschossen wurde. «Wir beginnen also mit unseren Aufklärungs- und Überwachungskräften, um das Ziel zu lokalisieren, das sich etwa acht Kilometer von diesem Standort entfernt befindet. Sobald sie das Ziel gefunden haben, greifen wir es an», sagte Curr.
Bei der Planung und Durchführung seien auch Erfahrungen der Ukrainer in ihrem Abwehrkampf gegen Russland eingeflossen. So experimentierten die Einheiten demnach etwa mit verschieden Massnahmen zur Abwehr von Drohnen, die sich der Stellung nähern könnten.














