Weltweit 18 Millionen Menschen haben schwere Essstörungen

    Keystone-SDA
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    Österreich,

    Bereits mehr als 18 Millionen Menschen leben weltweit mit Essstörungen wie Anorexia nervosa oder Bulimia nervosa. Gemäss einer Berechnung im Fachjournal «JAMA Psychiatry» ist die Zahl der Betroffenen seit 1990 um rund 70 Prozent angestiegen und wird bis 2050 weiter wachsen.

    Frau mit Apfelscheibe
    Weltweit 18 Millionen Menschen haben schwere Essstörungen. - keystone

    «Essstörungen sind eine Hauptursache für nicht tödliche psychische Belastungen. Dennoch sind die globalen Erkenntnisse über ihre langfristigen Trends, ihre geografische Verteilung und ihre zukünftige Entwicklung begrenzt», stellt ein internationales Autorenteam unter Ruhai Bai von der Universität Nanjing in China fest.

    Anorexie-Betroffene reduzieren aus Furcht vor Gewichtszunahme oder um zwanghaft abzunehmen drastisch die Nahrungsaufnahme. Bei der Bulimie handelt es sich um eine Ess-Brechsucht mit zeitweise unkontrolliertem Essen und darauf folgenden Brechattacken.

    Die Analyse der internationalen Zahlen ergab das Bild einer häufigen und schwerwiegenden Gesundheitsbelastung durch die beiden Arten von Essstörungen, die lebensgefährlich werden können. «Im Jahr 2023 lebten weltweit schätzungsweise 18,1 Millionen Menschen mit Anorexia nervosa oder Bulimia nervosa», heisst es in der Spezialpublikation der US-Ärztegesellschaft (AMA).

    Von den Erkrankten waren 12,6 Millionen (69,4 Prozent) weiblich. Daneben litten zum Auswertungszeitpunkt auch 5,5 Millionen Männer an solchen Störungen. Es handelt sich um eine Erkrankung, die speziell Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene betrifft: 41,2 Prozent waren zwischen zehn und 24 Jahre alt. Die Krankheiten brachten 2023 weltweit einen Verlust von 3,83 Millionen verlorenen gesunden Lebensjahren mit sich.

    Die zeitliche Entwicklung ist besorgniserregend. «Seit 1990 stieg die weltweite Zahl der Betroffenen um 71 Prozent», stellen die Fachleute in der Publikation fest. Altersstandardisiert wuchs die Häufigkeit von Anorexie und Bulimie um etwas mehr als ein Fünftel.

    Einkommensstarke Länder wie Österreich, Grossbritannien, Spanien, Frankreich, Skandinavien und Australien sind am meisten betroffenen mit über 493,8 Anorexie- oder Bulimie-Patienten pro 100'000 Menschen. Die Schweiz, Deutschland, Italien, Griechenland und Kanada liegen etwas darunter, die USA sind offenbar vergleichsweise weniger betroffen.

    Für die Zukunft erwarten die Wissenschaftler einen weiteren Anstieg. «Schätzungen zufolge werden im Jahr 2050 weltweit 21,8 Millionen Menschen an Anorexia nervosa oder Bulimia nervosa leiden. Die Gesamtzahl der Fälle wird voraussichtlich zwischen 2023 und 2050 um 20,3 Prozent steigen und 4,7 Millionen Fälle von Anorexia nervosa und 17 Millionen Fälle von Bulimia nervosa erreichen», heisst es in der wissenschaftlichen Arbeit.

    Kommentare

    User #2667 (nicht angemeldet)

    Wer hat die gezählt?

    User #8909 (nicht angemeldet)

    Ja, weil Mode-Zeitschriften, die ganze Fashion-Industrie und die gesamte Film-Industrie uns allen seit über 20 Jahren sagt, dass jeder der nicht magersüchtig-dünn ist, viel zu dick sei .... bereits Primarschüler haben schon Essstörungen. Doch weiter sehen wir auf jedem Werbe-Plakat viel zu dünne Models die uns allen sagen wir seien zu dick obwohl wir normales gesundes Gewicht haben gemäss dem Arzt. Die Werbe-Industrie soll endlich die Verantwortung übernehmen dazu auch.

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