Studie

Wahrnehmung von Schweizer Immigranten ist laut Studie veraltet

Keystone-SDA
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Lausanne,

Jung, gut ausgebildet und aus einem Nachbarland: So sieht laut einer neuen Studie der typische Immigrant in der Schweiz aus.

Pflegekraft
Michael Riboni: «Laut SECO waren Ende März rund 13’000 Personen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen arbeitslos gemeldet.» (Symbolbild) - dpa

Ein Forschungsteam der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) und der Universität Genf wollte mit der Studie ein umfassendes Porträt der internationalen Migration von 1966 bis heute zeichnen, wie die EPFL am Donnerstag mitteilte.

Die Forschenden werteten dafür Datensätze mit Millionen von Einträgen aus Volkszählungen, Einwohnerregistern und dem zentralen Migrationsinformationssystem der Schweiz aus.

Veröffentlicht wurde die Studie in der Fachzeitschrift «International Migration». Die öffentliche Wahrnehmung von Immigranten sei vom Bild der 1990er-Jahre geprägt, als zahlreiche, überwiegend muslimische Asylsuchende vom Balkan in die Schweiz kamen – mit der Absicht, dauerhaft zu bleiben.

Das veränderte Gesicht des Zuwanderers

Dieses Bild entspreche heute nicht mehr der Realität. «Die meisten Immigranten kommen hierher, um eine Ausbildung zu machen oder eine Karrierechance zu nutzen, aber die Hälfte verlässt das Land nach fünf bis zehn Jahren, oft mit einer jungen Familie», erklärt Mathias Lerch von der EPFL, Erstautor dieser Studie.

Die Studie zeigt, dass rund sechzig Prozent der Personen mit einem B- oder C-Ausweis einen Hochschulabschluss besitzen. Die übrigen vierzig Prozent verfügen über eine mittlere oder niedrigere Ausbildung und arbeiten vor allem im Dienstleistungssektor – etwa im Gesundheitswesen, in der Gastronomie oder im Bausektor.

«Wenn die Schweiz in Zukunft ein stetiges Wirtschaftswachstum sichern will, muss sie neue Rekrutierungspotenziale erschliessen», sagte Lerch. So reiche die Anzahl an Menschen, die in der Schweiz einen Hochschulabschluss machen, nicht aus, um den Fachkräftemangel vollständig zu decken. Gleichzeitig wachse der Bedarf an Arbeitskräften im Dienstleistungssektor.

Kommentare

User #6101 (nicht angemeldet)

Es gibt aber über 130‘000 Arbeitslose. Vergisst man die bei solchen Aussagen. Weshalb sind die nicht vermittelbar?

User #3004 (nicht angemeldet)

Da werden ganz viele ausgeblendet, wohl mit dem Versuch, alles Ungeliebte kräftig auszublenden und die Realität zu beschönigen

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