Studie widerlegt Autismus-Risiko durch Paracetamol bei Schwangeren
Eine neue Auswertung widerspricht Warnungen aus der US-Politik deutlich: Paracetamol gilt bei korrekter Anwendung in der Schwangerschaft als sicher.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Analyse basiert auf 43 grossen, qualitativ hochwertigen Studien-
- Forschende sehen keinen Hinweis auf neurologische Risiken bei sachgemässer Einnahme.
- Die Ergebnisse widersprechen Warnungen von Donald Trump aus dem September.
Die Einnahme von Paracetamol während der Schwangerschaft erhöht nicht das Risiko für Autismus, ADHS oder geistige Behinderungen. Das bestätigt eine aktuelle Übersichtsarbeit.
Grundlage sei die Analyse von 43 grossen, qualitativ hochwertigen Studien, berichtet das Team im Fachjournal «The Lancet Obstetrics, Gynecology, & Women’s Health». Einbezogen wurden Geschwistervergleiche – also Daten von Menschen, bei denen sich die genetischen Grundlagen und Umweltfaktoren stark ähneln, die die neurologische Entwicklung beeinflussen.
«Zusammen mit grossangelegten, geschwisterkontrollierten Studien aus Schweden und Japan, die 2024 und 2025 veröffentlicht wurden, belegen unsere Ergebnisse die Sicherheit von Paracetamol bei sachgemässer Anwendung in der Schwangerschaft», lautet die Schlussfolgerung der Experten.
US-Präsident Donald Trump hatte schwangere Frauen im September vor der Einnahme von Paracetamol gewarnt. Forschende widersprachen ihm direkt vehement.
















