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Studie: Apps kein Ersatz für Fachpersonal bei Medikamenteneinnahme

Keystone-SDA
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Basel,

Apps ersetzten medizinisches Fachpersonal im Hinblick auf Medikamenteneinnahme nicht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Basel, wie aus ihrer Medienmitteilung vom Montag hervorgeht.

Verschiedene Medikamente in einer Schublade angeordnet.
Verschiedene Medikamente in einer Schublade angeordnet. - Keystone

Zwar können Apps Personen dabei helfen, die Einname von Medikamenten nicht zu vergessen, wie es heisst. Jedoch würden kostenlos in Schweizer App-Stores verfügbare Apps weitere Bedürfnisse von Nutzenden nur ungenügend erfüllen. Dazu gehöre etwa das Exportieren und Teilen der Daten.

Im Rahmen der Studie wurden neun Apps untersucht und mit zwei Fokusgruppen gewünschte Features erarbeitet, wie es weiter heisst. Dazu zählten professionelles Feedback zur Therapie, zusätzliche Informationen oder Empfehlungen sowie die Möglichkeit, die Daten mit einem Gesundheitsdienstleister zu besprechen.

Dies deutet auf den Wunsch nach persönlicher Unterstützung durch eine Fachperson hin, wie die Universität schreibt. Eine Online-Umfrage mit 60 Personen habe dies bestätigt. Features, die auf den Kontakt mit Fachpersonen zielten, seien bezüglich ihrer Relevanz als mittel bis hoch eingestuft worden.

Wünschenswert wäre eine Einbettung von Apps in das Gesundheitssystem, wie Studienautorin Kirstin Messner zitiert wird. Die Angst, dass digitale Tools Ärztinnen und Apotheker ablösen würden, sei unbegründet.

Anlass zur Studie gab, dass nach aktuellen Zahlen 30 bis 50 Prozent der Menschen, die regelmässig Medikamente benötigen, diese nicht korrekt einnehmen, wie der Mitteilung zu entnehmen ist.

In der Schweiz leben rund zwei Millionen Menschen mit chronischen, nicht übertragbaren Krankheiten, wie die Universität weiter schreibt. Eine länderübergreifende Studie habe gezeigt, dass die inkorrekte Einnahme von Medikamenten zu jährlichen Zusatzkosten von 950 bis 44'000 US-Dollar pro Person führe.

Kirstin Messner hat die Studie im Rahmen ihrer Dissertation am Departement Pharmazeutische Wissenschaften der Universität Basel verfasst, wie es heisst. Die Ergebnisse seien im Fachjournal «JMIR Mhealth and Uhealth» publiziert worden.

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