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    Studie: 4,7 Millionen weniger Mädchengeburten weltweit bis 2030

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    Frankreich,

    Wegen der pränatalen Geschlechtsselektion könnte es bis 2030 4,7 Millionen weniger Mädchengeburten geben. Dadurch gäbe es einen Überschuss an Männern.

    Laut einer Studie sinkt die Zahl der Mädchengeburten weltweit bis 2030 deutlich. (Archivbild)
    Laut einer Studie sinkt die Zahl der Mädchengeburten weltweit bis 2030 deutlich. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/GAETAN BALLY

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bis 2030 werden 4,7 Millionen weniger Mädchengeburten prognostiziert.
    • In einigen Kulturen werden weibliche Föten eher abgetrieben.
    • Dadurch könnte die Gewaltbereitschaft zunehmen.

    Weiblicher Nachwuchs unerwünscht: Aufgrund von Praktiken zur Geschlechtsselektion könnten in den kommenden zehn Jahren weltweit rund 4,7 Millionen Mädchen weniger zur Welt kommen. Die Studie untersuchte die kurz- und langfristigen Auswirkungen der pränatalen Geschlechtsselektion auf Gesellschaften.

    Ein internationales Forscherteam analysierte dafür Daten von mehr als drei Milliarden Geburten und errechnete mögliche Szenarien. Wie die Forscher mitteilten, haben in den letzten 40 Jahren Abtreibungen aufgrund des Geschlechts zugenommen. Vor allem in Ländern Südosteuropas sowie Süd- und Ostasiens. Grund dafür sei eine kulturell geprägte Präferenz für männlichen Nachwuchs.

    Überschuss an Männern erwartet

    Sollten die Abtreibungen von weiblichen Föten weiter steigen, wäre mit einem Minus von 4,7 Millionen weiblichen Geburten bis 2030 zu rechnen.

    geburt
    Die Versorgung umfasst gynäkologische Sprechstunden und Schwangerschaftskontrollen. (Symbolbild) - dpa

    Die Studie prognostiziert, dass ein Mangel an Mädchengeburten bei etwa einem Drittel der Weltbevölkerung zu einem Überschuss an jungen Männern führen könnte. Dieser Trend könnte langfristig den sozialen Zusammenhalt innerhalb einer Gesellschaft untergraben, warnten die Experten.

    Nach Ansicht der Forscher könnten antisoziales Verhalten und Gewaltbereitschaft in solchen ungleich zusammengesetzten Gesellschaften zunehmen. Die Vorliebe für männliche Nachkommen könnte zudem einen «Heiratsdruck» auslösen.

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