In einer deutschen Klinik soll schon bald ein Roboter die Chirurgen bei Hirnoperationen unterstützen.
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Ultraschall für eine Hirnoperation. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Deutsche Chirurgen erhalten bei Hirnoperationen Hilfe von einem Roboter.
  • Durch diesen sollen die Eingriffe präziser ausgeführt werden können.
  • Das bedeutet auch eine geringere Belastung für den Patienten.

Ein Roboter soll in einer deutschen Klinik die Chirurgen bei Operationen an Gehirngefässen unterstützen. Die Ärzte erhoffen sich mit CorPath GRX Neurovascular mehr Präzision und eine kleinere Belastung für den Patienten. Das Klinikum Rechts an der Isar bietet somit eine Neuheit im deutschsprachigen Raum. Dies berichtet «cio».

Der Roboter kann aber nicht alleine einen Eingriff übernehmen. Wie Professor Claus Zimmer erklärt, wird der Einsatz von Kathetern, Drähten und Gefässstützen durch einen Joystick vom Chirurgen gesteuert. Auf Bildschirmen werden Livebilder vom Gefässsystem übertragen.

Weiter geht er davon aus, dass Roboter zukünftig sogar eine telemedizinische Behandlung von Schlaganfall-Patienten möglich machen. Die Ärzte trainieren den Umgang mit der neuen Hilfe an Simulatoren.

Vorerst wird die Technologie bei Patienten benutzt, die an einem Hirnaneurysma leiden. Später auch bei solchen, die einen Hirnschlag erlitten haben. Durch die Präzision des Roboters können bleibende Hirnschäden verhindert werden.