Ökonomen: Putin geht das Geld für den Ukraine-Krieg nicht aus

    Keystone-SDA
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    Wiener Ökonomen sind der Meinung, dass Russland das Geld für den Krieg nicht ausgeht – die Wirtschaft profitiere sogar und sei von ihm abhängig.

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    Viele hofften, dass Russland das Geld für den Krieg in der Ukraine ausgehen würde - doch diese Hoffnung scheint durch eine Wiener Studie nun endgültig der Vergangenheit anzugehören. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wiener Ökonomen berechneten die Wirtschaftslage von Russland.
    • Diese hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert.
    • Damit scheint für die Wissenschaftler klar: Putin geht das Kriegsgeld nicht aus.

    Russland geht das Geld für den Krieg in der Ukraine nicht aus. Die russische Kriegswirtschaft wird laut der Prognose einer Wiener Denkfabrik dieses Jahr um 2,8 Prozent zulegen. Im kommenden Jahr soll sie mit 2,5 Prozent etwas langsamer expandieren.

    Präsident Wladimir Putin könne in dieser Boomphase auf sprudelnde Steuereinnahmen zurückgreifen. Das behauptet Vasily Astrov vom Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) am Mittwoch.

    Glauben Sie, dass Putin den Krieg in der Ukraine noch lange führen kann?

    «Putin wird das Geld für den Krieg nicht ausgehen», sagte der Experte. Es stelle «sich eher die Frage, was nach dem Krieg kommt». Momentan sei sie nämlich vollkommen von ihm abhängig, sagte Astrov.

    Bruttoinlandsprodukt von Russland um 3,6 Prozent gewachsen

    Wegen des Fachkräftemangels und der staatlich gesteuerten Kriegswirtschaft seien russische Reallöhne voriges Jahr um fast 8 Prozent gestiegen. Der private Konsum habe sich um 6,5 Prozent erhöht. So hiess es in dem Bericht des auf das östliche Europa spezialisierten Instituts. Das Bruttoinlandprodukt sei um 3,6 Prozent gewachsen.

    Für die Ukraine erwartet das WIIW dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent, nach 5,3 Prozent im Vorjahr. Doch die fehlende Flugabwehr in der Ukraine werde immer mehr zum ökonomischen Problem: Dadurch würde die Energieversorgung und wichtige Industriebetriebe immer öfter getroffen.

    «Letztlich steht und fällt alles mit ausreichender und rechtzeitiger Militär- und Finanzhilfe durch den Westen», sagte Studienautorin Olga Pindyuk. Allein dieses Jahr klaffe in der Ukraine in diesem Bereich eine Finanzierungslücke von 40 Milliarden US-Dollar.

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