Schweizer Autorin Seraina Kobler am Bachmann-Preislesen
Die Schweizer Autorin Seraina Kobler wird als eine von 14 deutschsprachigen Autorinnen und Autoren Ende Juni in Klagenfurt im Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis antreten, wie am Freitag bekannt wurde. Der Preis ist mit 30'000 Euro dotiert.

Neben Kobler werden ab 24. Juni neun Autorinnen und Autoren aus Deutschland, drei aus Österreich und eine auf Deutsch schreibende Autorin aus Ungarn zum Wettlesen antreten. Die Tage der deutschsprachigen Literatur, wie es offiziell heisst, werden 2026 zum 50. Mal ausgetragen.
Das Besondere am Anlass ist, dass die Autorinnen und Autoren live zum Wettlesen antreten müssen. Auch die siebenköpfige Jury unter dem Vorsitz von Klaus Kastberger fällt ihre Entscheide nicht im stillen Kämmerlein, sondern trägt die Diskussion über die Lesungen offen aus.
Die Lesungen und die Jury-Diskussionen werden per Livestream und vom TV-Sender 3sat direkt übertragen. Die Preisverleihung findet am 28. Juni statt.
Das literarisches Schaffen der 1982 geborenen Seraina Kobler wurde mit verschiedenen Werkbeiträgen und Auszeichnungen gefördert. 2026 erschien ihr vierter Roman «Tal der Schwalben» im Diogenes Verlag. Sie lebt mit ihren fünf Kindern in Zürich.
Der Wettbewerb trägt den Namen der aus Klagenfurt stammenden Autorin Ingeborg Bachmann (1926-1973). Sie wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden, so dass die Tage der deutschsprachigen Literatur ein doppeltes Jubiläum feiern können.










