Maschinen

    Maschinen können Gedanken von trainierten Menschen besser lesen

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Genève,

    Eine Studie der Universität Genf zeigt, dass Gehirn-Maschine-Schnittstellen die Gedanken von trainierten Menschen besser lesen können als die von untrainierten.

    Universität Genf
    Studie der Universität Genf zeigt: Gehirn-Maschine-Schnittstellen lesen die Gedanken trainierter Menschen besser. (Archivbild) - keystone

    Menschen können lernen, ihre Gedanken mit Maschinen zu teilen. In einer neuen Studie zeigten Forschende der Universität Genf, dass sogenannte Gehirn-Maschine-Schnittstellen die Gedanken von speziell trainierten Menschen besser lesen können als jene von untrainierten.

    Die Forschenden wollen damit künftig Menschen, die beispielsweise nach einem Schlaganfall nicht mehr sprechen können, eine neue Form der Kommunikation ermöglichen, wie die Universität Genf am Montag mitteilte.

    Für die Studie brachten die Forschenden 15 Freiwilligen Elektroden auf der Kopfhaut an, um die Spannungsschwankungen im Gehirn zu erfassen und aufzuzeichnen. So verkabelt mussten sich die Freiwilligen die Silben «fo» und «gi» vorstellen, sie also jeweils nur innerlich aussprechen.

    Hirnaktivität in Echtzeit analysiert

    Die Hirnaktivität wurde dabei in Echtzeit analysiert. Die Teilnehmenden bekamen ein visuelles Feedback auf einem Bildschirm, das anzeigte, wie gut das System die Silben verstanden hat. Je klarer ihre Vorstellung, desto stärker füllte sich eine Anzeige. So trainierten sie an fünf Tagen.

    Trotz individueller Unterschiede im Lernfortschritt wurden die Freiwilligen dabei deutlich besser darin, die zwei Silben mit der Maschine zu kommunizieren, wie die Forschenden in der im Fachblatt «Communications Biology» veröffentlichten Studie zeigten. Eine Kontrollgruppe mit unregelmässigem visuellem Feedback zeigte hingegen keine vergleichbaren Fortschritte.

    Diese Forschung unterstreiche die bislang unterschätzte Bedeutung von Training beim Einsatz von Gehirn-Maschine-Schnittstellen (Brain-Machine Interfaces, BMIs), hiess es von der Universität.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #5321 (nicht angemeldet)

    Das ist der Grund, warum ich mir Codes und passwörter niht merke. Man könnte sie in meinen Gedanken klauen. Richtig?

    Weiterlesen

    Enzyme
    Universität Genf

    MEHR IN NEWS

    CHUV
    5 Interaktionen
    Suspendiert!
    Kanton Bern
    4 Interaktionen
    Kanton Bern

    MEHR MASCHINEN

    Näfels GL
    5 Interaktionen
    Näfels GL
    embraer
    7 Interaktionen
    Embraer-Maschinen
    Fachmesse K
    3 Interaktionen
    Fachmesse K

    MEHR AUS GENèVE

    a
    75 Interaktionen
    «Einfach nur irre»
    Welthandel
    2 Interaktionen
    Genf
    Mira Nair
    2 Interaktionen
    Genf
    Schweizer Nati Deutschland Weltrangliste
    41 Interaktionen
    Neu auf Rang 12