Kosmos-482: Raumsonde stürzt in den Indischen Ozean

    Juli Rutsch
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    Indonesien,

    Die Raumsonde Kosmos-482 ist nach mehr als 50 Jahren im All im Indischen Ozean abgestürzt. Das Risiko für Menschen galt als äusserst gering.

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    Wo genau die sowjetische Raumsonde auf die Erde stürzen sollte, wussten die Fachleute nicht genau. (Archivbild) Matthias Balk/dpa - dpa

    Die sowjetische Raumsonde Kosmos-482 war 1972 ursprünglich zur Erforschung der Venus gestartet. Am Samstag ist sie nun in den Indischen Ozean abgestürzt.

    Die russische Raumfahrtagentur Roscosmos bestätigte: Die Raumsonde fiel um 8:24 Uhr MESZ westlich der indonesischen Hauptstadt Jakarta ins Meer, wie «Euronews» berichtet.

    Raumsonde erreichte nie ihr Ziel

    Kosmos-482 hatte nach einem Fehlstart nie die geplante Flugbahn zur Venus erreicht. Stattdessen blieb sie in einer elliptischen Umlaufbahn um die Erde gefangen.

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    50 Jahre umkreiste die Raumsonde Kosmos-482 die Erde. - Depositphotos, keystone

    Über fünf Jahrzehnte kreiste die Sonde unkontrolliert um den Planeten, bevor sie nun in die Atmosphäre eintrat und verglühte.

    Absturz der Raumsonde Kosmos-482

    Die letzten Radarkontakte erfolgten über Deutschland, bevor die Sonde nicht mehr geortet werden konnte. Das teile die Europäische Weltraumorganisation ESA mit.

    Die ESA hatte den Wiedereintritt für Samstagmorgen vorhergesagt, konnte aber keinen exakten Absturzpunkt angeben. Die Berechnungen zeigten, dass der Absturzort im Golf von Bengalen oder südlich von Australien liegen könnte.

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    Letztlich bestätigte Roscosmos den Aufprall im Indischen Ozean, etwa 560 Kilometer westlich der Insel Mittel-Andaman, wie «Euronews» meldet.

    Jahrzehntelang im Erdorbit nach Raketenfehler

    Kosmos-482 war Teil des sowjetischen Venusprogramms. Ihre Schwestersonde Venera 8 erreichte 1972 erfolgreich die Venus und sendete Daten von der Oberfläche.

    Kosmos-482 hingegen blieb nach einem Raketenfehler in der Erdumlaufbahn gefangen, wie die «Süddeutsche Zeitung» berichtet.

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    Die Raumsonde Kosmos-482 stürzte im indischen Ozean ab. - NASA

    Die Sonde war etwa 500 Kilogramm schwer und für die extremen Bedingungen auf der Venus konstruiert. Ihr Gehäuse sollte Temperaturen von über 400 Grad Celsius und hohen Druck aushalten, so «futurezone».

    Risiko für Bevölkerung als gering eingeschätzt

    Die Schweiz lag im potenziellen Absturzgebiet der Raumsonde. Doch Experten bewerteten das Risiko für Menschen als äusserst gering.

    Die ESA erklärte, dass die Wahrscheinlichkeit, von Weltraumschrott getroffen zu werden, bei etwa 1 zu 100 Milliarden liege, so «SRF». Die meisten Teile der Sonde verglühten beim Wiedereintritt in die Atmosphäre.

    Nur wenige Fragmente könnten den Ozean erreicht haben, so die «Süddeutsche Zeitung».

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    Kommentare

    User #6292 (nicht angemeldet)

    Gut zu wissen dann demontiere ich die Fangnetze wieder

    User #1251 (nicht angemeldet)

    Kosmos 482 war dafür gebaut, den Eintritt durch die sehr dichte Venusamtosphäre zu überstehen, war also sehr hitzebeständig gebaut im gegensatz zu den meisten anderen Sateliten / Weltraumschrott. Die Sonde hätte also den Wiedereintritt durchaus in einem Stück überstehen können.

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