Studie

KI entwickelt erstmals funktionsfähige Viren im Labor

Melsada Zec-Zejnic
Melsada Zec-Zejnic

USA,

KI-Viren sind keine Science-Fiction mehr. Zwei Modelle entwarfen vollständige Bakteriophagen-Genome, die sich im Labor vermehren konnten.

ki viren
Forschende entwickelten mithilfe künstlicher Intelligenz erstmals funktionsfähige Bakteriophagen. (Symbolbild) - Pixaby

Wissenschaftlern ist es erstmals gelungen, mithilfe künstlicher Intelligenz vollständige Genome funktionsfähiger Viren zu entwerfen, berichtet «Der Standard». Die Studie zeigt, dass KI biologische Systeme nicht nur analysieren, sondern auch gezielt entwerfen kann.

Zum Einsatz kamen die Genom-Sprachmodelle Evo 1 und Evo 2. Forschende des Arc Institute, der Stanford University und weiterer Einrichtungen veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachjournal «Science».

Die Modelle erzeugten zunächst mehr als 700'000 mögliche Virusgenome, berichtet «Ad-hoc News». Das Forschungsteam wählte daraus 285 Genomsequenzen für eine experimentelle Überprüfung aus.

Künstliche Viren unterscheiden sich deutlich

Diese Sequenzen wurden anschliessend im Labor synthetisiert und getestet. 16 der 285 entworfenen Bakteriophagen erwiesen sich schliesslich als vermehrungsfähig.

ki viren
Die KI entwarf Virusgenome, die im Labor bestimmte E.-coli-Bakterien erfolgreich infizierten. (Symbolbild) - keystone

Die entwickelten Bakteriophagen konnten bestimmte E.-coli-Bakterien infizieren und abtöten, berichtet «Euronews». Bakteriophagen befallen ausschliesslich Bakterien und stellen keine natürlichen Krankheitserreger für Menschen, Tiere oder Pflanzen dar.

Ein Cocktail aus KI-generierten Bakteriophagen wirkte auch gegen resistente E.-coli-Bakterien, so «Euronews». Die Bakterien hatten zuvor eine Resistenz gegen einen natürlichen Bakteriophagen entwickelt.

Künstliche Virusgenome eröffnen neue Möglichkeiten

Die erfolgreichen Virusgenome unterschieden sich deutlich von bekannten natürlichen Bakteriophagen, berichtet die «Berliner Zeitung». Sie wiesen neue Sequenzen, Strukturen und Fitnessprofile auf.

ki viren
Die Forschenden sehen grosses Potenzial für die Weiterentwicklung der Phagentherapie. (Symbolbild) - Pixabay

Damit ging die Forschung über frühere KI-Anwendungen hinaus, die vor allem Gene, Proteine oder biologische Schaltkreise entwarfen. Langfristig könnten die künstlich entwickelten Bakteriophagen bei der Behandlung antibiotikaresistenter Bakterien helfen.

Nach Einschätzung der Forschenden könnte die Methode die Phagentherapie grundlegend verändern. Durch den gezielten Entwurf neuer Virusgenome könnten künftig antibiotikaresistente Bakterien wirksamer bekämpft werden.

KI eröffnet Chancen und birgt Risiken

Die Forschenden beschränkten ihre Arbeit bewusst auf Bakteriophagen, die ausschliesslich Bakterien befallen, berichtet «Golem». Nach Einschätzung der Autoren verringert dies die Risiken gegenüber der Entwicklung menschlicher oder tierischer Krankheitserreger.

Findest du den Einsatz von KI in der Medizin sinnvoll?

Gleichzeitig weisen Fachleute darauf hin, dass dieselben KI-Methoden künftig auch missbräuchlich eingesetzt werden könnten. Deshalb fordern sie strenge Laborkontrollen, internationale Regeln und eine Überwachung synthetischer DNA-Bestellungen.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #4061 (nicht angemeldet)

Wäre vieleicht Hilfreich wen man unter Titel sowas schreiben würde wie "Wen sie ein Hamster sind und leicht am Rad drehen. Dan auch noch keine Ahnung von KI haben geschweige dan den artikel gelesen haben. Bitte KOmentieren sie nicht---LOL LOL (wäre Sinnvoll bei allen Trigger Themen)---

User #3764 (nicht angemeldet)

Das größte Desaster wird passieren wenn die KI zum Schluss kommt, dass Sie die Menschheit am besten aus bremsen kann indem sie das Internet und sich selbst löscht.

Weiterlesen

ki viren
8 Interaktionen
Forschung
ki viren
13 Interaktionen
Forschung
Meta
9 Interaktionen
Testfehler

MEHR IN NEWS

Pragg-Jenaz GR
Pragg-Jenaz GR
Zugunglück Polen
Warschau
Oslo

MEHR STUDIE

Asylunterkunft
Studie zeigt
rekruten fit
98 Interaktionen
Sport-Studie enthüllt
Schule
144 Interaktionen
Pisa-Studie
Gesundheitssystem
7 Interaktionen
Bern

MEHR AUS USA

Künstliche Intelligenz Anthropic-Forscher
3 Interaktionen
Risiko für Menschen
Apple Apple-Event
Präsentation
Trump milliarden
21 Interaktionen
Hilfen
Brad Pitt
2 Interaktionen
Wehmut