Studie

    Mehr Hirnverletzungen auf E-Scooter als auf Motorrad und Velo

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Eine britische Studie warnt vor auffällig vielen Kopf- und Organverletzungen. Kinder sind bei schweren Unfällen stark betroffen.

    E-Scooter
    E-Scooter-Fahrer riskieren häufiger schwere Kopfverletzungen. (Symbolbild) - Kantonspolizei St. Gallen

    Das Wichtigste in Kürze

    • E-Scooter-Unfälle führen häufiger zu Kopf- und Organverletzungen.
    • Das Schädel-Hirn-Trauma-Risiko ist höher als bei Töff- und Velounfällen.
    • Minderjährige sind besonders gefährdet und kollidieren öfter als Erwachsene.

    E-Scooter-Fahrer ziehen sich bei Unfällen einer Studie zufolge deutlich häufiger Kopfverletzungen und Schädigungen innerer Organe zu als Motorrad- oder Fahrradfahrer. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Fachjournal «Scientific Reports» veröffentlichte britische Studie.

    Die Studie hat die Daten des nationalen Trauma-Registers (aus dem Zeitraum 2020 bis 2022) und Berichte eines Leihanbieters aus 18 Städten in England und Wales (aus dem Zeitraum 2020 bis 2024) analysiert.

    Studie zeigt höheres Risiko für Kopfverletzungen

    Demnach ist das relative Risiko für ein Schädel-Hirn-Trauma bei E-Scooter-Unfällen 3,45-mal höher als bei Motorradfahrern und 1,74-mal höher als bei Velofahrern.

    Auch das Risiko für Verletzungen innerer Organe (1,46-mal höher) und Gefässtraumata (3,24-mal höher) übersteigt das von Motorradfahrern deutlich, während das Risiko für Knochenbrüche im Vergleich geringer ausfällt.

    Auffällig ist laut den Forschern um David Bodansky vom Chelsea and Westminster Hospital Foundation Trust der hohe Anteil an verletzten Kindern: Minderjährige machen demnach 16,2 Prozent der schwerverletzten E-Scooter-Fahrer aus.

    Minderjährige kollidieren häufiger

    Daten des Leihanbieters zeigen, dass das Risiko einer Kollision bei Minderjährigen um 78 Prozent höher ist als bei Erwachsenen. Zudem wurde bei Frauen eine höhere Schwere der Verletzungen festgestellt, sie haben ein mehr als doppelt so hohes Risiko für schwere Traumata wie Männer.

    Ein Hauptgrund für die schweren Kopfverletzungen ist der Studie zufolge die mangelnde Schutzausrüstung. Während 75,7 Prozent der Motorradfahrer und 45 Prozent der Radfahrer einen Helm trugen, lag dieser Anteil bei E-Scooter-Fahrern im Traumaregister bei lediglich 5,9 Prozent. In den Daten des Leihanbieters trugen sogar nur 0,77 Prozent der Nutzer einen Helm.

    Stehposition schleudert Fahrer nach vorne

    Ein entscheidender Faktor für die schweren Verletzungen beim E-Scooter-Fahren ist den Forschern zufolge die stehende Position: Diese führe zu einem hohen und weit vorne gelagerten Körperschwerpunkt.

    Fährst du E-Scooter?

    Bei abruptem Abbremsen, etwa durch Schlaglöcher oder Bordsteinkanten, wirke der E-Scooter wie ein Hebel, der den Fahrer kopfüber über die Lenkerstange schleudert. Diese Dynamik erkläre, warum Kopf- und Hirnverletzungen selbst bei moderaten Geschwindigkeiten so häufig sind.

    Forschende fordern strengere Regeln

    Die Forscher stellten zudem einen Zusammenhang mit der sozialen Lage der Einsatzgebiete fest. In benachteiligten Stadtvierteln ereigneten sich demnach häufiger Unfälle, was auf eine höhere Verkehrsdichte und mangelnde Infrastruktur zurückgeführt wird.

    In wohlhabenderen Gegenden gab es zwar weniger Kollisionen, diese führten jedoch aufgrund höherer Geschwindigkeiten oft zu schwereren Verletzungen.

    Die Studie basiert auf der Analyse von insgesamt 38'440 Datensätzen, darunter 15'247 Patienten aus dem Traumaregister und 23'193 gemeldete Vorfälle bei Leih-Scootern.

    Die Autoren der Studie fordern angesichts der Ergebnisse strengere Sicherheitsvorschriften, eine Helmpflicht und eine verbesserte Infrastruktur wie geschützte Fahrspuren, um die Risiken zu minimieren.

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    Kommentare

    User #1296 (nicht angemeldet)

    Naja, viel kann da nicht kaputtgehen

    HaWaKu

    Wie kann ein Organ verletzt werden das immer weniger vorhanden ist?

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