Studie

Erdkern enthält mehr Wasserstoff als alle Ozeane zusammen

Melsada Zec-Zejnic
Melsada Zec-Zejnic

Zürich,

Im Erdkern steckt mehr Wasserstoff als in allen Ozeanen zusammen – ein Laborversuch bestätigt das riesige Reservoir.

erdkern wasserstoff
Im Hochdruck-Experiment simulierten Forschende der ETH Zürich Bedingungen der frühen Erdentstehung und wiesen Wasserstoff im Eisen nach. - kezstone

Forschende der ETH Zürich haben im Labor gezeigt: Der Erdkern enthält mehr Wasserstoff als der Erdmantel und alle Ozeane zusammen. Ein Hochdruck-Experiment bestätigt dieses gigantische Reservoir, wie «ETH Zürich» mitteilt.

Das Team um Professor Motohiko Murakami simulierte Erdentstehungsbedingungen. Sie nutzten extreme Drücke und Temperaturen, berichtet «Nature Communications».

Wasserstoff liegt nicht als Gas vor, sondern als Eisenhydrid in Nanostrukturen. Diese bilden sich mit Silizium und Sauerstoff im geschmolzenen Eisen, erklärt «idw-online».

Erdkern enthält deutlich mehr Wasserstoff als gedacht

Forscher massen das Wasserstoff-Silizium-Verhältnis genau. Daraus ergab sich der Gesamtgehalt im Kern.

Der Erdkern birgt 9- bis 45-mal mehr Wasserstoff als alle Ozeane. Das entspricht 0,07 bis 0,36 Prozent der Kernmasse, präzisiert «ETH Zürich».

Diese Menge übertrifft frühere Schätzungen bei Weitem. Sie stützt sich auf bekannte Siliziumanteile aus anderen Studien, hebt «punkt4.info» hervor.

Mehr Wasser im Kern als an der Oberfläche

Der Wasserstoff stammt aus der frühen Erdentstehung. Er wurde direkt aufgenommen, nicht erst durch Kometen.

Die Entdeckung widerlegt Theorien zu späten Wassereinführungen. Wasser war von Beginn an im Planeteninneren, betont «ETH Zürich».

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Der grösste Anteil des Wassers steckt im Erdkern – deutlich mehr als in Mantel, Kruste und Ozeanen zusammen. - Instagram/@ethzurich

Am meisten Wasser lagert im Kern, dann im Mantel und der Kruste. Die Oberfläche hält nur wenig davon, erklärt «idw-online».

Wasserstoff als Schlüssel zur Kernbildung

Professor Murakami nennt das Oberflächenwasser «die Spitze eines gigantischen Eisbergs». Der Kern ist das grösste Versteck, zitiert «ETH Zürich».

Die Ergebnisse helfen, Exoplaneten zu modellieren. Wasserstoffverteilung entscheidet über Kernbildung.

Sie liefern neue Daten für geochemische Modelle. Der globale Wasserkreislauf wird besser verstanden, schreibt «ETH Zürich».

Kommentare

User #4301 (nicht angemeldet)

Die ETH macht PR und Schlagzeilen aber wofür? Für nichts. Wasserstoff wird nie ein Thema sein, dafür sorgen auch die Gas- und Erdölreichen Länder.

User #2574 (nicht angemeldet)

Kommen grad mal bis Marianen Graben und faseln vom Erdkern

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