Auf dem Exoplanet WASP-76b, auch «heisser Jupiter» genannt, herrschen nach neuen Messungen noch unwirtlichere Bedingungen als zuvor angenommen.
Exoplanet
Künstlerische Darstellung der Nachtseite von WASP-76B. - ESO/ M. Kornmesser

Das Wichtigste in Kürze

  • Über den Exoplanet WASP-76b wurden neue Erkenntnisse gewonnen.
  • Auf dem Planeten herrscht wortwörtlich die Hölle auf Erden.
  • Durch die immensen Temperaturen regnet es Eisen.

Das Weltall birgt für uns Menschen immer noch sehr viele Geheimnisse. Umso spannender ist es, wenn Forschende neue Erkenntnisse erlangen. Eine davon stammt nun vom Exoplanet WASP-76b, der unter den Fachleuten auch «heisser Jupiter» genannt wird.

In 640 Lichtjahre Entfernung kreist der Gasriese der Extreme um seinen Stern. Neue Messungen von Emily Deibert von der University of Toronto haben weitere Erkenntnisse ergeben. Das Fachblatt «The Astrophysical Journal Letters» schreibt über die Entdeckungen.

Auf dem Exoplanet WASP-76b regnet es Eisen

Da immer dieselbe Seite des Gasriesen von seinem Stern bestrahlt wird, erhitzen sich die Temperaturen auf gewaltige 2400 Grad Celsius. Die Hitze ist so hoch, dass das Eisenvorkommen des Planeten verdampft und als Regen auf der Nachtseite wieder runterfällt. Selbst auf der Nachtseite herrschen über 1000 Grad Celsius.

Die unwirtlichen Bedingungen könnten noch viel extremer sein als, da stürmische Winde das Temperaturgleichgewicht einstellen. WASP-76b ist für die Forschenden nur deshalb besonders, wegen seines enormen Vorkommens an Eisen und Kalzium. Zumal der Exoplanet fast doppelt so gross ist wie unser Jupiter.