In Texas: Trump widerspricht Kritik an Katastrophenschutz-Kürzungen

Nikolaus Führmann
Nikolaus Führmann

USA,

US-Präsident Trump weist in Texas Kritik an seinen Kürzungen beim Katastrophenschutz zurück. Das Weisse Haus spricht von «Lügen».

Texas Trump
US-Präsident Donald Trump hatte Strafzölle auf Einfuhren aus China in die USA in mehreren Schritten auf 145 Prozent erhöht. (Archivbild) - keystone

Eine Woche nach der verheerenden Flutkatastrophe in Texas besuchte US-Präsident Donald Trump das betroffene Gebiet. Mindestens 120 Menschen starben, viele werden noch vermisst, wie die «Tagesschau» berichtet.

Trump zeigte sich in Kerrville bestürzt und sprach mit Ersthelfern sowie Angehörigen der Opfer. Er verglich das Hochwasser laut «Spiegel» mit einer riesigen Welle im Pazifik.

Während seines Besuchs wies Trump jede Verantwortung für Versäumnisse beim Katastrophenschutz entschieden zurück. Das Weisse Haus bezeichnete Medienberichte über angebliche Fehler als «Lüge», so «n-tv».

Kritik an Kürzungen und Warnsystemen

Die Kritik an staatlichen Stellen wächst, sowohl auf lokaler als auch auf Bundesebene. Im Zentrum steht die Frage, ob von Trump angeordnete Kürzungen beim Nationalen Wetterdienst (NWS) Warnungen vor den Sturzfluten beeinträchtigt haben.

Texas Trump
Viele Menschen in Texas wurden von den Fluten überrascht. (Archivbild) - Keystone

Mehrere Stellen in der für Texas zuständigen NWS-Aussenstelle waren laut «New York Times» unbesetzt. Ein Mitarbeiter hatte eine von der Regierung angebotene Abfindung angenommen und gekündigt, so «Zeit».

Auch die Katastrophenhotline war nach der Flut massiv überlastet. Zwei Drittel der Anrufe konnten nicht beantwortet werden, was auf Sparmassnahmen der Trump-Regierung zurückgeführt wird, wie der «Spiegel» berichtet.

Schnelle oder verzögerte Hilfen?

Bundeshilfen für Texas seien erst 72 Stunden nach der Flut angelaufen, wie der US-Sender CNN meldete. Heimatschutzministerin Kristi Noem sprach dagegen von «schnellen und effizienten» Hilfen, so «n-tv».

Glaubst du, dass die US-Regierung das Risiko von Naturkatastrophen realistisch einschätzt?

Trump betonte, niemand habe mit einer solchen Katastrophe rechnen können. Seine Sprecherin Karoline Leavitt hatte einige Tage zuvor erklärt, die Überschwemmungen seien ein «Akt Gottes» gewesen.

Nach dem Hinweis eines Reporters, dass Warnungen zu spät herausgegeben worden seien, reagierte Trump laut «Zeit online» ungehalten. So habe er gesagt: «Ich weiss nicht, wer Sie sind, aber nur ein sehr böser Mensch kann eine solche Frage stellen.»

Kommentare

User #1895 (nicht angemeldet)

Wieso wird hier nicht erwähnt, dass Trump schon vor rund einer Woche die Biden-Regierung für diese Flutkatastrophe verantwortlich machte?

User #3408 (nicht angemeldet)

Logisch muss er seine Kürzungen gut reden. Es wird noch schlimmer!

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