EU

Zwei Umweltorganisationen verklagen EU wegen ihrer Klimaziele

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Belgien,

Zwei Umweltorganisationen klagen gegen die EU wegen «unzureichender» Klimaziele.

CO2-Entnahme
Zwei Umweltorganisationen haben die Europäische Kommission wegen «unzureichender» Klimaziele verklagt. (Symbolbild) - dpa

Zwei Umweltorganisationen haben die Europäische Kommission wegen «unzureichender» Klimaziele der Mitgliedsstaaten bei einem europäischen Gericht verklagt. Dabei stützten sich die Kläger auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Dieser hatte die Schweiz in einem ähnlichen Fall verurteilt.

Die Organisationen CAN Europe und Global Legal Action Network (GLAN) teilten am Dienstag mit, dass die Kommission den Mitgliedsstaaten «unzureichende» Klimaziele zugewiesen habe, die gegen die Verpflichtung des Pariser Klimaabkommens von 2015 verstossen könnten. Im April hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) die Schweiz wegen mangelnder Massnahmen gegen den Klimawandel in einem von Umweltschützern als «historisch» bezeichneten Richterspruch verurteilt.

Klage richtet sich gegen EU und ihre Mitgliedsländer

Dieser soll für alle 46 Mitgliedsstaaten des Europarates gelten. Alle 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) anerkennen den EGMR. Die Kläger richteten sich diesmal gegen die EU und ihre Mitgliedsstaaten.

Diese sollen ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 um 55 Prozent im Vergleich zu 1990 senken. Konkret fordern sie in ihrer Beschwerde die Kommission auf, die zulässigen Emissionswerte nach unten zu korrigieren.

EU-Kommission: Klimapläne reichen nur für 51 Prozent Emissionsreduktion

Ursprünglich sollten die 27 EU-Länder der Europäischen Kommission im Sommer 2023 Pläne vorlegen. In denen sollten sie ihre Massnahmen zur Erreichung des Ziels, die Emissionen bis 2030 um 55 Prozent zu senken, detailliert darlegen. Und diese bis Ende Juni 2024 unter Berücksichtigung der Empfehlungen aus Brüssel fertigstellen.

Die Europäische Kommission war im Dezember vergangenen Jahres zum Schluss gekommen, dass alle 21 Pläne, die sie damals erhalten und bewertet hatte, nur zu einer Reduktion von etwa 51 Prozent der Emissionen auf EU-Ebene führen würden. Die Fahrpläne der einzelnen Länder mussten bis zum Stichtag am 30. Juni aktualisiert werden. Doch bis zu diesem Stichtag hatte Brüssel lediglich vier Fahrpläne erhalten.

Kommentare

User #3485 (nicht angemeldet)

Tatsachen lassen sich nicht wegwischen, indem man sie ignoriert.

User #2267 (nicht angemeldet)

Die Medien sollten sich mal kritisch mit NGO's auseinandersetzen

Weiterlesen

Alain Berset Generalsekretär Europarat
202 Interaktionen
Europarat

MEHR IN NEWS

Trump Eishockey Olympia 2026
9 Interaktionen
Bizarr!
1 Interaktionen
Bern
as
120 Interaktionen
Chaos in Mexiko
hund
33 Interaktionen
Staub und Co.

MEHR EU

EU-Ratspräsident António Costa
23 Interaktionen
Kiew
trump eu
Washington/Brüssel
10 Interaktionen
Washington
trump eu
24 Interaktionen
Brüssel

MEHR AUS BELGIEN

7 Interaktionen
Zölle
Von der Leyen
2 Interaktionen
«Made in Europe»?
Donald Trump urteil
20 Interaktionen
Zollstreit mit Trump
40 Interaktionen
Brüssel