EU

EU-Staaten bereiten sich in Brüssel auf SVP-Initiative vor

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Belgien,

Die EU-Mitgliedstaaten haben sich sowohl auf eine Annahme als auch auf eine Ablehnung der Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» vorbereitet. Nächsten Dienstag soll der Rat der EU definitiv Stellung nehmen.

Keine 10-Millionen-Schweiz
Die Schweizer Stimmbevölkerung wird am 14. Juni über die SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» abstimmen. - keystone

Ein entsprechender Entwurf wurde am Mittwoch in Brüssel auf diplomatischer Ebene gutgeheissen, wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA aus diplomatischer Quelle erfuhr. Bei einer Annahme würde der Rat den Entscheid «bedauern», wie im Entwurf zu lesen war.

Über das Dokument berichteten in den vergangenen Tagen der «Blick» und die Zeitungen von CH Media. Keystone-SDA erhielt Einsicht in den vertraulichen Entwurf.

Darin wird festgehalten, dass bei einer Kündigung des Abkommens über die Personenfreizügigkeit, automatisch die restlichen Abkommen der Bilateralen I gekündigt würden. Dies würde unabhängig vom Ausgang der Ratifizierung des bilateralen Vertragspakets, auch Bilateralen III genannt, geschehen. Zudem würde es die Zusammenarbeit in anderen Bereichen wie Schengen, Dublin und der Forschung in Frage stellen, war weiter zu lesen.

Im Entwurf wird nicht nur auf die Initiative eingegangen, sondern auch auf die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU im Allgemeinen. Es handelt sich um sogenannte Schlussfolgerungen. Der Rat verabschiedet in der Regel alle zwei Jahre Schlussfolgerungen zu den Beziehungen mit den Staaten der Europäischen Freihandelsassoziation (Efta), der auch die Schweiz angehört.

Je nach Ausgang der Abstimmung vom Sonntag in der Schweiz soll der Abschnitt zur Initiative beibehalten oder restlos gestrichen werden. Die Schlussfolgerungen sollen am Dienstag in Luxemburg durch den Rat auf Ministerebene verabschiedet werden.

Die Schweizer Stimmbevölkerung entscheidet am 14. Juni über die SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz». Diese zielt darauf ab, die Zuwanderung zu begrenzen. Der Bundesrat müsste bei anhaltendem Bevölkerungswachstum Massnahmen ergreifen, um das Wachstum zu bremsen. Als letzte Massnahme müsste er das Abkommen über die Personenfreizügigkeit mit der EU kündigen.

Kommentare

User #1102 (nicht angemeldet)

Die EU ist unbeliebt in Europa wie nie zuvor. Nichts hat sie für den Kontinent gebracht. Im Gegenteil alles nur gegen Wirtschaft und Industrie. In vielen Ausländischen Medien wird von Austritt geschrieben, aber unsere Zwerge in Bern wollen noch unbedingt auf diese Titanic. Unfassbar!

User #2914 (nicht angemeldet)

Dürfen wir noch in unserem Land über unsere Gesetze selber bestimmen oder hat die EU schon die Diktatur über uns eingeführt?!

Weiterlesen

Müll
372 Interaktionen
«Noch nie so extrem»
Booking
28 Interaktionen
Hackerangriff

MEHR IN NEWS

1 Interaktionen
Washington
mythos
Mit Einschränkungen
Trump
7 Interaktionen
Nach Angriffen
Schaffhausen

MEHR EU

Brüssel
3 Interaktionen
Cupertino
1 Interaktionen
Luxemburg

MEHR AUS BELGIEN

1 Interaktionen
Brüssel
6 Interaktionen
Brüssel
4 Interaktionen
Brüssel
13 Interaktionen
Brüssel