«Wieviel verdienen Sie? Hatten Sie eine Verlobte? Welches sind Ihre Schwächen?» Papst Franziskus hat sich für ein Buchprojekt den Fragen von armen Menschen aus aller Welt gestellt - und teils überraschende Geständnisse abgelegt.
Papst Franziskus am 23. März im Vatikan
Papst Franziskus am 23. März im Vatikan - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Papst legt überraschende Geständnisse im Gespräch mit Armen aus aller Welt ab.

Ohne Umschweife antwortete er auf rund hundert Fragen, die aus 80 Ländern geschickt wurden - aus Elendsvierteln in Brasilien, von Obdachlosen in den USA sowie von Armen aus Indien, Iran oder Madagaskar.

«Ich verdiene nichts. Gar nichts! Man gibt mir zu essen, und wenn ich etwas brauche, frage ich danach», erzählte der Papst. Gleichzeitig schmerze es ihn, wenn er sehe, dass «Kirchenmänner, Priester, Bischöfe, Kardinäle, in Luxusautos unterwegs sind, weit entfernt, ein Vorbild für Armut abzugeben».

Er sei ein «Träumer» und schlafe manchmal beim Beten ein, gestand der Pontifex. Wenn er wiederum morgens um 4.00 Uhr aufstehe, sehe er aus wie ein «echter Zombie», scherzte er.

Der Argentinier erzählte auch, dass er vor seinem Eintritt ins Priesterseminar eine «Verlobte» gehabt habe. Weiteres persönliches Geständnis: In seiner Lieblingssportart Fussball habe er «zwei linke Füsse gehabt». «Als ich klein war, musste ich immer ins Tor, weil ich so schlecht gespielt habe.»

Das Buch «Ich trage euch in meinem Herzen» soll am 30. März in Deutschland erscheinen. Initiiert wurde es von der katholischen Gemeinschaft Lazare aus dem französischen Nantes, die sich mit rund 20 Nichtregierungsorganisationen aus fünf Kontinenten zusammenschloss.

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