Russlands Präsident Wladimir Putin hat der Ukraine vorgeworfen, aus dem westlichen Ausland gesteuert zu werden.
Nationalfeiertag Wladimir putin
Wladimir Putin, Präsident von Russland, steht am Rednerpult während der Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag Russlands. Der Tag Russlands wird seit 1992 jährlich am 12. Juni als Nationalfeiertag der Russischen Föderation gefeiert. Foto: Yevgeny Odinokov - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Der russische Präsident wirft der Ukraine vor, vom Westen gesteuert zu werden.
  • Das ukrainische Volk hingegen verhalte sich gegenüber Russland freundlich, so Putin.

«Die Schlüsselfragen der Lebensfähigkeit der Ukraine werden nicht in Kiew, sondern in Washington und teilweise in Berlin und Paris gelöst», sagte Putin am Mittwoch bei der im Staatsfernsehen übertragenen Sendung «Der direkte Draht». Zu einem möglichen Treffen mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj zeigte er sich verhalten.

«Warum sollte ich mich mit Selenskyj treffen, wenn er sein Land komplett unter Verwaltung von aussen gebracht hat», sagte der russische Staatschef. Gleichzeitig betonte er, dass er ein Treffen grundsätzlich nicht ablehne. Selenskyj hatte einen möglichen Gipfel mit dem Kremlchef vor einigen Wochen ins Gespräch gebracht. Ein grosses Streitthema zwischen beiden Ländern ist der Konflikt in der Ostukraine.

Wladimir Putin: «Ukrainische Führung verhält sich unfreundlich gegenüber Russland»

Das ukrainische Volk verhalte sich gegenüber Russland nicht unfreundlich, sagte Wladimir Putin. «Aber die heutige Führung steht uns eindeutig unfreundlich gegenüber - das ist ganz offensichtlich.»

Wladimir Putin warf der Ukraine zudem vor, die Opposition zu unterdrücken. «Es werden Entscheidungen getroffen, die absolut verfassungswidrig und rechtswidrig sind.» Konkret kritisierte Putin das Vorgehen der ukrainischen Justiz gegen seinen Vertrauten Viktor Medwedtschuk, der im Mai unter dem Vorwurf des Hochverrats unter Hausarrest gestellt worden war.

Ein Unterstützer des inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny kritisierte auf Twitter, dass Putin woanders Repressionen beklage, während Andersdenkende im eigenen Land inhaftiert, Opfer von Anschlägen oder sogar getötet würden.

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