Wladimir Putin

    Wladimir Putin schirmt Geliebte und Kinder vor Drohnen ab

    Simon Binz
    Simon Binz

    Russland,

    Wladimir Putin rüstet sein abgelegenes Waldanwesen massiv auf – dort, wo er seine Geheimfamilie versteckt hält.

    Wladimir Putin
    Wladimir Putin und seine Geliebte Alina Kabajewa sollen mehrere gemeinsame Kinder haben. (Archivbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wladimir Putin hat sein Privatanwesen mit 27 Flugabwehrtürmen gesichert.
    • Auf dem Valdai-Gut lebt seine Geheimfamilie: Geliebte Alina Kabaeva und zwei Söhne.
    • Experten vergleichen Putins Sicherheitsparanoia mit jener von Saddam Hussein.

    Wladimir Putin (73) hat Angst. Nicht um Russland – sondern um sein gut gehütetes Privatleben.

    Satellitenbilder des Senders Radio Svoboda zeigen, dass der Kreml-Chef seine Valdai-Festung im abgelegenen Wald der Region Nowgorod massiv aufgerüstet hat.

    27 Türme mit Flugabwehrsystemen sichern das Anwesen inzwischen ab – mehr als die meisten russischen Städte. Die gesamte Moskauer Metropolregion mit 20 Millionen Einwohnern verfügt über lediglich 60 solcher Abwehrsysteme.

    Was steckt hinter Putins massiver Aufrüstung seines Privatanwesens?

    Putins Privatresidenz, 185 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, hat allein seit 2024 zwanzig sogenannte «Drohnenkiller» erhalten. Zu Stückpreisen von bis zu 20 Millionen Franken.

    Die Gesamtkosten der Ausrüstung sollen umgerechnet über eine Milliarde Franken betragen. Sieben der 27 Türme wurden laut Satellitenbildern erst seit dem 17. März errichtet – mitten in der eskalierenden Drohnenoffensive der Ukraine.

    Die Geheimfamilie von Wladimir Putin im Wald

    Auf dem Anwesen lebt, was Wladimir Putin der russischen Öffentlichkeit seit Jahren verschweigt: seine geheime Familie.

    Seine langjährige Geliebte Alina Kabaeva (42), eine frühere Olympiasiegerin im Rhythmischen Turnen, sowie die gemeinsamen Söhne. Der in der Schweiz geborene Ivan (11) und der in Moskau geborene Wladimir (6).

    Die Kinder werden von Privatlehrern unterrichtet und führen ein Leben im Verborgenen.

    Wladimir Putin
    Das Luxusanwesen von Wladimir Putin liegt zwischen zwei Seen und ist von dichtem Wald umgeben – ein natürlicher Schutzschild gegen feindliche Drohnen. - Screenshot/e2w

    Einem Buch der russischen Investigativjournalisten Roman Badanin und Michail Rubin zufolge tragen die Söhne den Tarnnamen Spiridonow. Informationen über die Familie seien aus staatlichen Datenbanken gelöscht worden.

    Der Deckname dürfte kein Zufall sein: Spiridon war der Vorname von Putins väterlichem Grossvater.

    Vergleich mit Saddam Hussein

    Das Anwesen selbst ist weitläufig: Es umfasst ein Haupthaus sowie ein separates Gebäude für Kabaeva und die Kinder. Eingekesselt zwischen zwei Seen, umgeben von dichtem Wald. Neben einem Nachbau von Putins Kremlbüro soll es auch einen Atombunker und ein eigenes Spital beherbergen.

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    Die meisten der 27 Flugabwehreinheiten sollen Pantsir-Systeme sein – mindestens eines davon ist jedoch ein S-400-System, das umgerechnet bis zu einer Milliarde Franken kostet. - Screenshot/e2w

    Der russische Politikwissenschaftler Konstantin Gaaze zieht einen düsteren Vergleich. Das Sicherheitsverhalten des Kreml-Chefs erinnere ihn am stärksten an Saddam Hussein. Sowohl was die geheimen Residenzen angehe als auch den Umgang mit Informationen über den Aufenthaltsort des Staatschefs.

    Ukraine als reale Bedrohung

    Die Aufrüstung kommt nicht von ungefähr. Im Dezember explodierte in der nur 85 Kilometer entfernten Stadt Weliki Nowgorod eine ukrainische Langstreckendrohne im Chemiewerk Akron.

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    Putins Palastanlage im russischen Valdai: Seit 2024 wurden hier 20 «Drohnenkiller»-Systeme installiert – zu Stückpreisen von bis zu 20 Millionen Franken. Das Anwesen ist damit besser geschützt als die meisten russischen Städte. - Screenshot/e2w

    Der Kreml behauptete damals, über 90 ukrainische Drohnen hätten das Valdai-Anwesen direkt angegriffen. Der US-Geheimdienst CIA wies die Darstellung als falsch zurück – ein ukrainischer Regierungsbeamter bezeichnete die veröffentlichten Videobeweise als «lächerlich».

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    Kommentare

    User #5741 (nicht angemeldet)

    Ich habe wahnsinnigs Mitleid

    User #8078 (nicht angemeldet)

    Stillstand für Russlands Öl-Wirtschaft: Milliarden-Gewinne brennen nach Drohnenangriffen. Russlands Wirtschaft steht im Ukraine-Krieg schon länger im Visier. Ukrainische Drohnen bremsen Putins Öl-Geschäft. Die Auswirkungen sind gewaltig.

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