Wladimir Putin schottet sich immer strenger vor Attentaten ab
Wladimir Putin (73) lässt die Sicherheit rund um seine Person drastisch verschärfen – aus Angst vor Anschlägen und einem Putsch aus den eigenen Reihen.

Das Wichtigste in Kürze
- Russlands Präsident Putin lässt seinen Schutz nach Anschlägen drastisch verschärfen.
- Wohnungen enger Mitarbeiter werden überwacht, Putin meidet Wohnsitze und Truppenbesuche.
- Im Kreml geht die Angst vor einem Drohnen-Attentat aus den eigenen Reihen um.
Russlands Präsident Wladimir Putin (73) verschanzt sich immer stärker vor seinem eigenen Umfeld. Das geht aus einem Bericht eines europäischen Geheimdiensts hervor, den der US-Sender «CNN» einsehen konnte.
Demnach hat der Kreml die persönliche Sicherheit Putins drastisch erhöht. In den Wohnungen enger Mitarbeiter wurden Überwachungssysteme installiert. Köche, Leibwächter und Fotografen, die mit dem Präsidenten arbeiten, dürfen keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr benutzen.
Besucher müssen bei Putin-Treffen zwei Sicherheitskontrollen passieren. Personen aus dem engsten Kreis dürfen nur noch Handys ohne Internetzugang verwenden. Putin meidet zudem viele seiner üblichen Aufenthaltsorte. Er und seine Familie gehen nicht mehr in ihre Residenzen in Moskau oder nach Waldai – seinen abgeschiedenen Sommersitz.
Auch Truppenbesuche fallen aus: Eine Militärbasis hat Putin dieses Jahr noch kein einziges Mal besucht. 2025 waren solche Reisen Routine. Stattdessen veröffentlicht der Kreml laut Bericht vorproduzierte Aufnahmen des Präsidenten. Zwischenzeitlich verbringe Putin Wochen in ausgebauten Bunkern – häufig in der Schwarzmeer-Region Krasnodar.
Wladimir Putin hat Angst vor Putsch durch frühere Vertraute
Seit März 2026 sorgt sich der Kreml laut Bericht um mögliche Informationslecks und einen Putschversuch gegen Wladimir Putin. Besonders gefürchtet wird ein Attentat per Drohne, ausgeführt aus den Reihen der politischen Elite.
Im Zentrum der Sorgen steht ein einstiger Vertrauter: Sergei Schoigu. Der entmachtete frühere Verteidigungsminister leitet heute den Sicherheitsrat. Er verfüge weiterhin über grossen Einfluss in der Militärführung. Damit gelte er als Risikofaktor für einen möglichen Umsturz, heisst es im Dossier.
Am 5. März wurde Schoigus früherer Stellvertreter Ruslan Zalikow verhaftet. Die Vorwürfe: Veruntreuung, Geldwäsche und Bestechung. Laut Geheimdienstbericht ist die Festnahme ein Bruch des stillschweigenden Schutzabkommens unter den russischen Eliten und schwächt Schoigu zusätzlich.
Mord an General war der Auslöser
Konkreter Auslöser für die neuen Sicherheitsmassnahmen war laut Bericht der Mord am Generalleutnant Fanil Sarwarow am 22. Dezember 2025 in Moskau. Drei Tage danach traf sich Wladimir Putin mit seinen Sicherheitschefs.
Bei der Sitzung kam es zum Eklat: Generalstabschef Walerij Gerassimow soll FSB-Chef Alexander Bortnikow scharf dafür kritisiert haben, dass dieser die Offiziere nicht schütze. Der Inlandsgeheimdienst beklagte fehlende Mittel und Personal.

Wladimir Putin beruhigte die Streitenden und gab eine Woche Zeit für Lösungen. Das Ergebnis: Der präsidiale Schutzdienst FSO bewacht nun zehn weitere hohe Kommandeure. Auch der Schutz Putins selbst wurde nochmals ausgebaut.
Im Juni 2023 hatte Putin bereits einen Putschversuch überlebt – damals marschierte Söldnerchef Jewgeni Prigoschin mit seiner Wagner-Truppe Richtung Moskau.




















