Wladimir Putin: Seine Superjacht taucht plötzlich vor Dänemark auf
Drei Jahre lang fehlte jede Spur von der «Graceful». Jetzt ist die Superjacht von Wladimir Putin vor Dänemark aufgetaucht – im Konvoi mit Kriegsschiffen.

Das Wichtigste in Kürze
- Putins Superjacht «Graceful» ist nach drei Jahren plötzlich vor Dänemark gesichtet worden.
- Sie fuhr im Konvoi mit einem Zerstörer und einem Patrouillenboot durch dänische Gewässer.
- Der Grund für die Fahrt ist unbekannt, Küstenwachen verfolgten den Konvoi.
Ein Konvoi aus drei russischen Schiffen ist am Montag an Dänemark vorbeigesegelt. Darunter soll sich laut Berichten die «Graceful» befunden haben. Die Superjacht wird Wladimir Putin persönlich zugeschrieben. Das Schiff wurde jahrelang nicht gesichtet.
Das dänische Portal «DR» hat Standortdaten und Fotos zusammengetragen und ausgewertet. Demnach sei die «Graceful» in der Nacht auf Montag zusammen mit den beiden anderen Schiffen durch dänische Gewässer gefahren.
Auf der Plattform X kursieren zudem Fotos, die das Schiff vor der deutschen Insel Fehmarn zeigen sollen. Kurz vor Mitternacht habe die Jacht laut «DR» den «Grossen Belt» durchquert. Am Vormittag sei sie schliesslich an der Insel Anholt vorbeigefahren.
Bei den beiden Begleitschiffen soll es sich um einen Zerstörer und ein Patrouillenboot handeln.

Grund für Fahrt ist unklar
Der Grund für die Fahrt durch die dänischen Gewässer ist bislang unklar. Die «Graceful» hatte die Werft in Hamburg im Februar 2022 kurz vor dem Beginn der Invasion in die Ukraine verlassen.

Ihr Tracker war seit August 2022 ausgeschaltet, danach wurde sie nur noch vereinzelt in russischen Gewässern gesichtet. Über den Aufenthaltsort der Megajacht gab es seit mehr als drei Jahren keine Aufzeichnungen mehr – bis jetzt.
Superjacht von Wladimir Putin ist 100 Mio. Wert
Bekannt ist über die Jacht, dass sie rund 80 Meter lang ist. Ein offizieller Eigner ist nicht verzeichnet, internationale Beobachter ordnen sie jedoch Wladimir Putin zu. Sie verfügt über fünf Decks, lief 2014 vom Stapel und soll einen Wert von rund 100 Millionen Dollar haben.
Seit Sonntagmorgen hätten die dänische und deutsche Küstenwache den Konvoi im Auge gehabt. Aktuell folge nur noch ein Schiff der dänischen Behörden der «Graceful».

Das dänische Verteidigungskommando wollte sich gegenüber «DR» nicht im Detail äussern. Man verfolge ganz routinemässig Schiffe, teilte die Behörde mit. Dazu würden auch solche von fremden Staaten gehören, die dänischen Meerengen und Gewässer durchqueren.
















