So wollen dänische Schule KI-Betrug verhindern

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    Dänemark,

    Dänemark fürchtet, KI untergrabe die «Fähigkeiten zum eigenständigen Denken». Deshalb hat das Bildungsministerium nun Massnahmen ergriffen.

    schule ki
    Dänemark erlässt Massnahmen, um KI-Betrug an Schulen zu verhindern. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Dänische Schüler müssen Arbeiten neu mündlich verteidigen.
    • Es ist eine der neuen Massnahmen gegen KI-Betrug.
    • Zudem sollen Schüler vermehrt Hausaufgaben in einer kontrollierten Umgebung in der Schule erledigen.

    Zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer stellen sich die Frage: Wie umgehen mit Künstlicher Intelligenz? Und wie soll Betrug verhindert werden?

    Dänemarks Bildungsminister Magnus Heunicke warnt, dass KI «die Kompetenzen, die Fachlichkeit und die Fähigkeit zum eigenständigen Denken» untergrabe. Das müsse verhindert werden. Deshalb hat sein Ministerium neue Regeln verkündet, die bereits ab dem Schulstart in Kraft sind.

    So müssen Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II alle zuhause geschriebenen Arbeiten mündlich verteidigen. So soll erkannt werden, ob sie sich tatsächlich mit dem Thema auseinandergesetzt haben oder die KI die Arbeit schreiben liessen.

    Zudem sollen die Schulen an die Schüler appellieren, die Hausaufgaben «unter kontrollierten Bedingungen in der Schule» zu erledigen. Dadurch könne der Arbeitsprozess verfolgt und eine genauere Grundlage für die Bewertung geschaffen werden.

    Als Drittes müssen auf allen Schulcomputern Programme installiert werden, die die Nutzung bestimmter KI-Tools verunmöglichen. Zudem soll dadurch die Überwachung verstärkt werden.

    Schweden: 770 Schüler wegen KI-Betrugs suspendiert

    Bildungsminister Heunicke erklärt, in einigen Wochen mit Lehrern, Schülern und Rektoren sprechen zu wollen. Dann werde er Feedback zu den Massnahmen einholen und diese evaluieren.

    KI ist in vielen Schulen ein Problem: In Schweden beispielsweise wurden zwischen 2023 und 2025 insgesamt 770 Schüler wegen Betrugs mit KI suspendiert. 75 weitere wurden verwarnt.

    Sollen Schule KI integrieren oder verbannen?

    Die strikten Massnahmen gegen KI sorgt auch für Kritik. Eines der Hauptargumente lautet, dass Künstliche Intelligenz existiere und nicht wieder verschwinde. Sie müsse deshalb in den Schulalltag integriert und nicht verbannt werden.

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    Kommentare

    User #2583 (nicht angemeldet)

    Also wir hatten früher hier in CH immer viele mündliche Prüfungen, auch sogen. spontane mündliche Prüfungen wo die Lehrer die Schüler in Blitz-Prüfungen vor die Klasse stellten für mündliche Prüfungen und das zählte immer im Semester-Durchschnitt. War streng, aber so haben wir alle seriös gelernt und das hat uns aufs Berufsleben vorbereitet.

    User #6142 (nicht angemeldet)

    KI ist wie ein Virus es breitet sich unaufhaltsam aus, die Massnahmen hinken hinterher. Mit einem Stöpsel im Ohr geht man an die mündliche Prüfung.

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