Riesen-Hai aus Ostsee gezogen
Vor Dänemark wurde ein toter Riesenhai angespült. Forscher fanden weder Verletzungen noch Anzeichen von Verhungern.

Das Wichtigste in Kürze
- An der dänischen Ostseeküste wurde ein toter Riesenhai angespült.
- Die Untersuchungen konnten die Todesursache des 4,7 Meter langen Tieres nicht finden.
- Riesenhaie kommen vor Dänemark äusserst selten vor.
Schon wieder sorgt ein grosses Meerestier in der Ostsee für Aufsehen: Der Riesenhai war tagelang vor der Küste Dänemarks umhergeschwommen, jetzt wurde das Weibchen tot angeschwemmt. Viele Fragen sind offen.
In den vergangenen Tagen glitt der Riesenhai mit einer Länge von 4,7 Metern durch das flache Wasser vor Ålbæk. Dort suchte das Tier wohl nach Plankton. Am Samstag wurde es dann tot an den Strand angespült. Dies teilt das Nordsoen Oceanarium mit.
Biologen des Aquariums untersuchten den Riesenhai. Haut, Organe, Magen und Darm wurden analysiert, Gewebeproben entnommen.
Das erstaunliche Resultat: Der Hai wirkte gesund, wies keine Verletzungen oder Anzeichen von Verhungern auf, im Magen fanden sich sogar relativ frische Nahrungsreste. Und auch die entdeckten Parasiten können den Tod des Tieres nicht erklären.
Nun sollen weitere Untersuchungen, unter anderem CT-Analysen von Gehirn und Wirbelsäule, die Fragen nach der Todesursache lösen.

Weshalb sich der Riesenhai aber überhaupt vor Dänemark befand, bleibt weiterhin unklar. Riesenhaie leben eigentlich im Nordatlantik rund um Grossbritannien, Irland, Norwegen, Island und Nordamerika.
In der dänischen Ostsee werden sie nur ganz selten gesichtet. Seit 2000 wurden bloss zehn Sichtungen dokumentiert.
Riesenhaie ernähren sich grösstenteils von Plankton. Sie können bis zu zehn Meter lang werden. Für die Menschen stellen sie aber keine Gefahr dar.















