Wladimir Putin: General Surowikin offenbar wieder aufgetaucht
Der russische General Sergej Surowikin verschwand nach Prigoschins Putschversuch auf Wladimir Putin von der Bildfläche. Nun tauchte ein Foto von ihm auf.

Das Wichtigste in Kürze
- Sergej Surowikin wurde seit der Wagner-Revolte im Juni nicht mehr gesehen.
- Der russische General soll von Prigoschins Plänen gewusst haben.
- Nun kursiert im Netz ein angeblich aktuelles Foto von Surowikin und seiner Frau.
Seit dem versuchten Militärputsch im Juni fehlte vom russischen General Sergej Surowikin jegliche Spur. Damals rebellierte der mittlerweile verstorbene Jewgeni Prigoschin (†62) mit seiner Wagner-Truppe gegen Wladimir Putin.
US-Experten gehen davon aus, dass Surowikin – auch General Armageddon genannt – im Vorfeld über den geplanten Putschversuch Bescheid wusste. Deshalb sei er bei Präsident Wladimir Putin in Ungnade gefallen. Entsprechend warf Surowikins Verschwinden von der Bildfläche vor zwei Monaten viele Fragen auf.
Gestern veröffentlichte die bekannte TV-Moderatorin Xenia Sobtschak nun ein Foto, das den General mit seiner Frau zeigen soll.

Dazu schreibt sie: «General Sergej Surowikin ist draussen. Lebendig, gesund, zu Hause, bei seiner Familie, in Moskau. Das Foto wurde heute aufgenommen.»
Wie der «Spiegel» schreibt, soll auch im Kurznachrichtendienst Telegram über das neue Foto diskutiert worden sein. Die Angaben dazu konnten von der Nachrichtenagentur Reuters nicht überprüft werden.
Wladimir Putin wollte nach Revolte durchgreifen
In den Tagen nach der Revolte wurde berichtet, dass Putin durchgreifen wolle. Es war die Rede von einer «massiven Säuberungswelle» in der Armee. Auch Surowikin stand damals unter den Verdächtigen, die verhört werden sollen.
Der «Spiegel» schreibt sogar, dass Surowikin unter Hausarrest gestanden haben soll.
Russland-Experte Ulrich Schmid schätze damals die Beziehung zwischen Putin und den russischen Generälen folgendermassen ein:
Zu Nau.ch sagte er: «Im Moment scheint es in der Armeeführung einen Wettbewerb um den ‹richtigen Patriotismus› zu geben. Alle Generäle wollen einen Sieg in der Ukraine, aber man ist sich uneins über das richtige Vorgehen», so Schmid.
Surowikin scheint zumindest bis jetzt nicht von der «Säuberungswelle» betroffen zu sein.
















