Grossbritanniens Appell, die gesamte Weltbevölkerung bis Ende nächsten Jahres gegen Corona zu impfen, hat bei der Weltgesundheitsorganisation Anklang gefunden.
David nabarro
David Nabarro ist der WHO-Sondergesandte im Kampf gegen das Coronavirus. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Boris Johnson wünscht, die Weltbevölkerung bis Ende 2022 gegen Covid-19 zu impfen.
  • Dieses Ziel hat bei der Weltgesundheitsorganisation grossen Anklang gefunden.
  • WHO-Covid-19-Beauftragter David Nabarro nannte den Appell «wundervoll».

Diesem Ziel ein konkretes Datum zu geben, sei «wundervoll», sagte der WHO-Covid-19-Beauftragte David Nabarro am Sonntag dem Sender Sky News. Es erhöhe die Hoffnung, dass die Regierungen der Industrienationen tatsächlich einen Plan dazu entwerfen würden. Der britische Premier Boris Johnson hatte vor dem anstehenden G7-Gipfel dazu aufgerufen, die Impfung der ganzen Welt bis Ende 2022 anzustreben.

«Ich fordere meine Kollegen der G7-Staaten auf, diese schreckliche Pandemie mit uns zu beenden und zu versprechen, dass wir die durch das Coronavirus angerichtete Verwüstung nie wieder zulassen werden», hiess es von Johnson.

Britischer Premierminister Johnson
Boris Johnson, Premierminister von Grossbritannien, zeigt bei einem Besuch im Colchester Hospital in der Grafschaft Essex die Daumen nach oben. - dpa

«Die Welt bis Ende des nächsten Jahres zu impfen, wäre die grösste Heldentat der medizinischen Geschichte.» Johnson zufolge soll die Produktion von Impfstoffen hochgefahren, die Hürden für die internationale Verteilung gesenkt und die Abgabe an ärmere Länder über die internationale Covax-Initiative erhöht werden.

Die Regierungschefs der G7-Staaten, zu denen neben Grossbritannien und Deutschland auch die USA, Frankreich, Japan, Kanada und Italien zählen, kommen vom 11. bis zum 13. Juni in Cornwall zusammen.

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