Wehrpflicht: Schüler-Antwort sorgt in deutschem TV für Furore
Ein Schüler sorgt in der BR-Sendung «jetzt red i» für Diskussionen. Auf die Frage, was er für Deutschland tun würde, kontert er mit einer Gegenfrage.

Das Wichtigste in Kürze
- Schüler Levi äussert sich in einer Sendung kritisch zur Wiedereinführung der Wehrpflicht.
- Auf eine Frage aus dem Publikum antwortet er mit einer Gegenfrage, die für Unmut sorgt.
- CSU-Politiker Manfred Weber mahnt danach zur Verteidigung von Land und Demokratie.
Die überwiegende Mehrheit der 18- bis 28-Jährigen Deutschen spricht sich gegen eine Wiedereinführung der Wehrpflicht aus.
Der Generationenkonflikt in dieser Debatte wurde auch kürzlich in der BR-Sendung «jetzt red i» besonders deutlich, als ein älterer Zuschauer den Schüler Levi direkt fragte, was er bereit sei, für Deutschland zu tun.
Levis Antwort sorgte für gemischte Reaktionen im Publikum: «Ich würde erst mal fragen, was ist Deutschland bereit, für mich zu tun?» Neben Applaus war auch Verärgerung zu hören.
Kritik an der Corona-Politik
Der Schüler blieb bei seiner Haltung und führte seine Sicht weiter aus: «Ich komme aus einem Jahrgang, wir wurden gefickt. Wenn man jetzt die Corona-Politik anschaut, also dann war das alles richtig, was da passiert ist. Aber die Corona-Krise wurde auf unserem Rücken ausgetragen. Wenn ich meine Schulklos anschaue, da muss man Glück haben, dass wir noch eine Klobrille haben.»

Sein Fazit fiel entsprechend deutlich aus: «Ich habe jetzt nicht das Gefühl, dass Deutschland sonderlich viel für mich tut.» Im Publikum sorgte das für entsetzte Blicke bei älteren Zuschauern, gleichzeitig gab es aber auch Beifall.
Weber mahnt zur Verteidigung der Demokratie
CSU-Politiker Manfred Weber, Partei- und Fraktionsvorsitzender der EVP, reagierte auf die Debatte mit einem Verweis auf die Ukraine: «In welchem Land wollen wir leben?» Dort habe man verstanden, dass man nicht in einem Land leben wolle, in dem Putin alles vorschreibe.

Weber betonte, jeder müsse für sich selbst beantworten, ob er bereit sei, Land und Demokratie zu verteidigen. Er fügte allerdings an, dass dies aus seiner Sicht Aufgabe der jungen Generation sei – er sei nicht der Meinung, dass auch mittlere oder ältere Generationen einen entsprechenden Beitrag leisten sollten.












