Waldbrände in Frankreich: Macron ruft zur Krisensitzung
Die Waldbrände in Südwestfrankreich rücken bis auf 15 Kilometer an Bordeaux heran. Macron leitet am Montag eine Krisensitzung, eine weitere Hitzewelle droht.

Seit Mittwoch wütet in der französischen Gironde ein aussergewöhnlicher Waldbrand, der laut Behörden bereits rund 42'000 Hektar Land zerstört hat – einer der grössten Waldbrände in Frankreich seit dem Zweiten Weltkrieg.
Mehr als 220'000 Menschen mussten bereits evakuiert werden, betroffen sind vor allem Gebiete rund um das Bassin d'Arcachon. Die Waldbrände sind bereits bis auf 15 Kilometer an Bordeaux herangerückt.
Die Schweiz hat Unterstützung bei der Bekämpfung der Brände zugesagt. Auf ein Ersuchen des französischen Zivilschutzes hin sollen voraussichtlich zwei Super-Puma-Helikopter der Armee im Süden des Landes zum Einsatz kommen.
Auch in Spanien kämpfen Einsatzkräfte gegen mehrere grosse Brände, unter anderem bei Valencia und in der Region Ávila westlich von Madrid, wo rund 90'000 Menschen ihre Häuser verlassen mussten.
Die neuesten Informationen gibt es hier im Nau.ch-Ticker:
Präsident Emmanuel Macron leitet am Montagmorgen im Innenministerium eine interministerielle Krisensitzung zu den Waldbränden in Frankreich. Landesweit wurden laut Innenminister Laurent Nuñez seit Jahresbeginn bereits 115'000 Hektar Land durch Feuer zerstört – bei täglich 30 bis 40 gleichzeitig bekämpften Bränden.

Die Präfektin der Gironde, Sophie Brocas, hat in der Nacht auf Montag ein Verbot für Ferienlager, Freizeitzentren mit Übernachtung sowie Pfadfinderlager mit Übernachtung im Departement erlassen. Grund seien die andauernden Brände, die seit Mittwoch rund 42'000 Hektar Land zerstört haben.












