Waldbrand

    34 Schweizer Feuerwehrleute in Frankreich im Einsatz

    Die Waldbrände im Südwesten Frankreichs verschärfen sich: 34 Feuerwehrleute aus der Westschweiz sind zur Unterstützung nach Bordeaux gereist.

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    Die Einsatzkräfte aus Genf bereiten sich auf ihren Einsatz in Frankreich vor. - RTS

    Das Wichtigste in Kürze

    • 34 Westschweizer Feuerwehrleute rücken mit elf Fahrzeugen nach Bordeaux aus.
    • Sie sichern in Frankreich Wohngebiete am Waldrand und entlasten die Kollegen.
    • Der Einsatz dauert voraussichtlich acht bis zehn Tage – die Schweiz bleibt geschützt.

    34 Feuerwehrleute aus der Westschweiz sind am Samstag nach Bordeaux aufgebrochen. Sie unterstützen ihre französischen Kollegen im Kampf gegen die verheerenden Waldbrände im Südwesten Frankreichs.

    Die Flammen haben dort bereits rund 22'000 Hektar Land zerstört.

    Die Gruppe setzte sich aus Profis und Freiwilligen zusammen. «23 Genfer, acht Vaudois und zwei Einwohner von Neuchâtel», sagte Nicolas Millot dem Westschweizer Sender RTS. Millot ist Sprecher des Genfer Feuerwehr- und Rettungsdienstes.

    Die Feuerwehrleute brachen um 12 Uhr mittags auf. Sie reisten mit elf Fahrzeugen. Mit im Gepäck: drei grosse Pumpen und ein Hochleistungs-Schaumstoffwagen.

    Keine Waldbrand-Spezialisten

    Koordiniert wird der Einsatz vom französischen interministeriellen Krisenmanagement-Operationszentrum. Es bat die Schweizer, sich zum Kongresszentrum von Bordeaux zu begeben. Das erklärte Frédéric Jaques, Oberstleutnant und stellvertretender Kommandeur der Genfer Feuerwehr- und Rettungsgruppe.

    Die Schweizer Feuerwehrleute sind nicht speziell für Waldbrandbekämpfung ausgebildet. «Wir sind derzeit personell und ausrüstungstechnisch nicht in der Lage, Waldbrände wirksam zu bekämpfen», erklärte Jaques. Stattdessen sollen sie in Gebieten eingesetzt werden, wo Wald auf Wohngebiete trifft.

    feuerwehr
    Die Schweizer Feuerwehrleute werden voraussichtlich acht bis zehn Tage in Frankreich bleiben. (Symbolbild) - keystone

    Zudem können sie städtische Einsätze übernehmen. Das gibt französischen Feuerwehrleuten die Möglichkeit, sich auf die Waldbrände zu konzentrieren. Diese sind für solche Einsätze besser ausgerüstet und ausgebildet.

    Entscheidung fiel innerhalb weniger Stunden

    Die Entscheidung für den Einsatz fiel innerhalb kürzester Zeit. «Der Feuerwehr- und Rettungsdienst bot am Freitag gegen 12 Uhr seine Hilfe an. Um 16.30 Uhr erhielten wir die französische Bestätigung für die Notwendigkeit, unsere Ressourcen einzusetzen», sagte Oberstleutnant Jaques. Anschliessend genehmigte das Schweizer Aussendepartement den Einsatz.

    Findest du es richtig, dass Schweizer Feuerwehrleute Frankreich bei den Waldbränden unterstützen?

    Voraussichtlich bleiben die Feuerwehrleute acht bis zehn Tage in Frankreich. Sollte sich die Lage weiter zuspitzen, könnte eine zweite Schweizer Gruppe nachrücken.

    Trotz des Auslandseinsatzes bleibt der Bevölkerungsschutz in der Schweiz gewährleistet. «Man kann zwar im Ausland Ressourcen einsetzen, aber dabei muss stets die Sicherheitsgrundlage hierzulande gewährleistet sein», betonte Jaques.

    Nicht das erste Mal

    Dieser Einsatz ist nicht der erste seiner Art. Bereits im Jahr 2022 waren Genfer Feuerwehrleute in der französischen Region Gironde im Einsatz. 2023 leisteten sie Verstärkung im französischen Jura. Im vergangenen Jahr führte eine Mission sie bis nach Montenegro.

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    Kommentare

    User #7878 (nicht angemeldet)

    Es gibt sehr dumme Kommentare zu dieser Brandkatastrophe. Wir Feuerwehren helfen dort wo wir gebraucht werden, egal wo und wann. Die Feuerwehr aus der Schweiz wird nicht direkt bei den Wakdbränden eingesetzt, sondern dort, wo sie ihr Handwerk verstehen. Sollte je bei uns ein solcher Waldbrand ebtstehen, wären wir Fachlich und Materiell auf Hilfe von spezialisierten Feuerwehren aus dem Ausland angewiesen. Wir sind in der Schweiz dafür bis jetzt nicht ausgebildet und auch Materiell zu wenig gut für eine solche Katastrophe ausgerüstet. Selbst Finnland hat Feuerwehrleute nach Frankreich entsandt. Die Finnen wurden zuerst in kurzer Zeit ausgebildet und sind zusammen mit den Kollegen aus Frankreich in den Einsatz gegangen. So traurig es ist, aber mit solchen Einsätzen jönnen wir nur profitieren, denn es wird Wissen transferiert. Die Kosten für einen solchen Einsatz sind marginal für unsere Feuerwehren.

    User #5506 (nicht angemeldet)

    Die werden in der Romandie noch schmerzhaft fehlen, wenn die Feuerwalze die Schweiz erreichen wird...

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