Waldbrände auf Kreta – Feuerwehr hofft auf Wetterumschwung
Auf Kreta wüten weiterhin schwere Waldbrände. Starke Winde erschweren die Löscharbeiten, die Feuerwehr kämpft gegen neue Brandherde.

Auf Kreta bleibt die Lage wegen schwerer Waldbrände angespannt. Besonders betroffen sind Gebiete im Süden der Insel rund um Rethymno.
Wie die «Euronews» berichtet, kämpfen zahlreiche Einsatzkräfte gegen mehrere Brandherde. Die starken Winde erschweren die Löscharbeiten und entfachen die Feuer immer wieder neu.
Die Feuerwehr setzt Bodenkräfte, Spezialteams und zahlreiche Löschfahrzeuge ein. Auch Bewohner und freiwillige Helfer unterstützen die Einsatzkräfte mit Fahrzeugen und Ausrüstung.
Tausende Menschen auf Kreta evakuiert
Laut der «Tagesschau» mussten in der Region Agia Galini rund 8000 Menschen vorübergehend in Sicherheit gebracht werden. Viele Urlauber wurden teilweise mit Booten über das Meer aus der Gefahrenzone gebracht.
Auch der bekannte Palmenstrand Preveli wurde vorsorglich evakuiert. Betroffene kamen in anderen Unterkünften sowie in provisorischen Einrichtungen unter.
Zwei Feuerwehrleute kamen bei den Einsätzen auf Kreta ums Leben. Nach Angaben vom «Merkur» verloren sie bei einem Brand nahe Krya Vrysi die Orientierung, nachdem sich der Wind gedreht hatte.
Wind bleibt grösste Herausforderung
Die Einsatzkräfte kämpfen vor allem gegen wechselnde Windverhältnisse. Laut der «Euronews» sind in den Regionen Rethymno und Sitia mehr als 270 Feuerwehrleute im Einsatz.
Satellitendaten des europäischen Copernicus-Programms zeigen, dass bisher rund 4500 Hektar Fläche verbrannt sind. Neue Brandgebiete im Bereich Preveli sind in dieser Auswertung noch nicht vollständig enthalten.
Auf der Insel entstehen weiterhin kleinere Brandherde. Die Feuerwehr versucht, diese rasch einzudämmen und eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern.
Sehr hohes Waldbrandrisiko in Griechenland
Die griechische Zivilschutzbehörde stuft die Waldbrandgefahr für Kreta weiterhin als sehr hoch ein. Die Bevölkerung wird aufgefordert, Aktivitäten zu vermeiden, die Brände auslösen könnten.
Auch andere griechische Inseln sind betroffen. Auf Paros bleiben die Einsatzkräfte der «Tagesschau» zufolge wegen weiterer Glutnester und erneuter Aufflammungen im Einsatz.

Die Wetterbedingungen bleiben entscheidend für die weitere Entwicklung. Die Feuerwehr hält die Einsatzbereitschaft auf Kreta weiterhin hoch, während starke Winde die Löscharbeiten erschweren.
















