Feuerwehr protestiert in Paris für bessere Ausstattung
Tausende Feuerwehrleute aus ganz Frankreich haben in Paris für eine bessere Ausstattung und mehr Ressourcen demonstriert. Der Protest folgt auf einen Sommer mit ungewöhnlich schweren Waldbränden, die die Löschkräfte in verschiedenen Regionen Frankreichs wochenlang in Atem hielten.

Die Feuerwehrleute fordern unter anderem 21.000 zusätzliche Berufsfeuerwehrkräfte, Verhandlungen über die Arbeitsbedingungen und die Modernisierung des Zivilschutzes. Gewerkschaften hatten dazu aufgerufen, für den Protest nach Paris anzureisen. Schon am Sonntag hatten einige Feuerwehrleute am Fusse des Eiffelturms ein Protestcamp errichtet.
Während der Proteste in Paris hatten einige der Feuerwehrleute ein kleines gelbes Löschflugzeug mit dabei, mit dem sie unter anderem auf dem Place d'Italie Position bezogen. Kurzzeitig blockierten Demonstranten auch die Pariser Stadtautobahn, wie die Zeitung «Le Parisien» berichtete.
Frankreich erlebte dieses Jahr den heissesten Sommer seit Start der Messungen im Jahr 1900 mit einer beispiellosen Trockenheit. Diese begünstigte die zahlreichen Waldbrände von noch nie dagewesenem Ausmass. Mehr als 100.000 Hektar Fläche waren von Bränden erfasst worden, wegen grosser Waldbrände an der Atlantikküste mussten 224.000 Menschen evakuiert werden.
2026 werde das Jahr mit der grössten jemals verzeichneten Brandfläche sein, hatte der staatliche Wetterdienst Météo France mitgeteilt. Mehrere Feuerwehrleute kamen bei der Bekämpfung der Brände ums Leben.














