Den Start ins Wahljahr 2022 hat sich Friedrich Merz sicher anders gewünscht. Bei den Wahlen im Saarland erzielte die CDU das schlechteste Ergebnis seit 1955.
CDU-Politiker Friedrich Merz spricht sich in der K-Frage gegen CSU-Chef Markus Söder aus. Foto: Michael Kappeler/dpa
CDU-Politiker Friedrich Merz spricht sich in der K-Frage gegen CSU-Chef Markus Söder aus. Foto: Michael Kappeler/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit 1955 erzielte die CDU kein schlechteres Ergebnis bei den Wahlen im Saarland.
  • Mehr als die Hälfte der Bürger sieht den CDU-Chef Friedrich Merz nun als geschwächt.

Mit 28,5 Prozent ist die CDU im Saarland auf das schlechteste Ergebnis seit 1955 abgesackt. Für eine Mehrheit bedeutet die Wahlschlappe einer Umfrage zufolge eine Schwächung des CDU-Chefs Friedrich Merz.

Die Mehrheit der Bundesbürger sieht CDU-Chef Friedrich Merz als geschwächt an. Dies nach dem schlechten Ergebnis seiner Partei bei der Landtagswahl im Saarland.

Die Meinungen im Saarland spalten sich

54 Prozent sagten, die Wahlschlappe der CDU im Saarland bedeute eine Schwächung des seit rund zwei Monaten amtierenden Bundesparteivorsitzenden. Dies laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der «Augsburger Allgemeinen».

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CDU-Logo am Konrad-Adenauer-Haus. Die CDU erlitt eine Pleite an den Wahlen im Saarland. - AFP

Dagegen meinten 33 Prozent der Befragten, das Wahlergebnis vom Sonntag habe keinen Einfluss auf Merz' Position. Neun Prozent sehen den CDU-Chef sogar gestärkt. Die restlichen vier Prozent antworteten unentschieden auf die Frage, ob Merz durch die Wahl gestärkt oder geschwächt worden sei.

Die CDU des bisherigen Ministerpräsidenten Tobias Hans war mit 28,5 Prozent auf das schlechteste Ergebnis seit 1955 abgesackt. Dies nach 40,7 Prozent vor fünf Jahren. Die SPD war im kleinsten deutschen Flächenland nach dem vorläufigen Endergebnis auf 43,5 Prozent der Stimmen gekommen. Sie ist demnach nicht auf einen Koalitionspartner angewiesen.

CDU-Chef Merz hatte gestern deutlich gemacht, er sehe keine Signalwirkung für die nächsten Wahlen. Man habe sich gewünscht, den Auftakt in diesem Jahr besser hinzubekommen. Dies sei aber «kein Präjudiz» für die Wahlen in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

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