Angesichts des weiter gesunkenen Anteils von Frauen in CDU-Führungspositionen drängt die Frauenunion darauf, eine verschärfte Quotenregelung in den Parteistatuen festzuhalten.
CDU-Chef Friedrich Merz
CDU-Chef Friedrich Merz - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit Klöckner hat letzte CDU-Landesvorsitzende ihr Amt abgegeben.

«Nur noch eine Fraktionsvorsitzende und Generalsekretärin der CDU auf Landesebene zeigen augenfällig das strukturelle Problem der CDU bei der Repräsentanz von Frauen», sagte die Vorsitzende der Frauenunion, Annette Widmann-Mauz, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Dienstagsausgaben).

«Wir bleiben im politischen Wettbewerb unter unserem Anspruch und Möglichkeiten», sagte sie. «Um unser Potential auszuschöpfen, brauchen wir insgesamt eine Kultur des Zuhörens und Wertschätzens sowie die strukturelle Absicherung der gleichberechtigten Teilhabe in den Statuten.»

Am Wochenende hatte die letzte weibliche CDU-Landesvorsitzende, die frühere Agrarministerin Julia Klöckner, in Rheinland-Pfalz ihr Amt an den Vorsitzenden der Landtagsfraktion, Christian Baldauf, übergeben.

Eine Kompromiss für eine verschärfte Quotenregelung liegt seit über einem Jahr vor. Die Satzungsänderung muss noch von einem Präsenz-Parteitag bestätigt werden. Wegen der Corona-Pandemie hatten die letzten beiden Parteitage als Online-Formate stattgefunden. Der neue CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hat sich bislang gegenüber einer formalen Quotenregelung skeptisch gezeigt.

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