Waffenruhe im Iran: So reagieren die europäischen Staatschefs
Nach und nach reagieren verschiedene Staatoberhäupter aus Europa auf die Waffenruhe im Iran, die in der Nacht auf Mittwoch in Kraft trat.

Das Wichtigste in Kürze
- Nach dem Inkrafttreten der Waffenruhe im Iran haben sich Europas Staatschefs geäussert.
- Darunter Friedrich Merz, Emmanuel Macron und Keir Starmer.
- Sie alle begrüssen die zweiwöchige Waffenruhe, fordern aber ein dauerhaftes Abkommen.
Donald Trump feierte die Waffenruhe im Iran, die in der Nacht auf Mittwoch in Kraft trat, euphorisch. Auch Europas Staatsoberhäupter melden sich nun zur Einigung.
Viele zeigen sich erleichtert – aus gutem Grund. Noch gestern Dienstag hatte Trump angekündigt, sämtliche Brücken und Kraftwerke des Landes zu zerstören. Es sei denn, der Iran öffne die Strasse von Hormus vor 20 Uhr Ortszeit in Washington.
Rund 90 Minuten vor Ablauf seines Ultimatums verkündete Trump einen Waffenstillstand.
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und seine Regierung begrüssen die zweiwöchige Feuerpause.
Merz dankte Pakistan für seine Rolle bei der Vermittlung des Waffenstillstands. Zudem betonte er, dass das Ziel in den kommenden Tagen darin bestehen sollte, ein «dauerhaftes Ende des Krieges» auszuhandeln.
Keir Starmer spricht von «Moment der Erleichterung»
Der britische Premierminister Keir Starmer spricht nach der Einigung zwischen den USA und dem Iran auf eine Waffenruhe und die Öffnung der Strasse von Hormus von einem «Moment der Erleichterung».
«Zusammen mit unseren Partnern müssen wir alles tun, was in unserer Macht steht, um diese Waffenruhe zu unterstützen und aufrechtzuerhalten», schrieb Starmer in einem X-Beitrag. Die temporäre Waffenruhe müsse nun in ein «dauerhaftes Abkommen» übergehen.
Emmanuel Macron will mehr
Auch Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA begrüsst. «Die Ankündigung dieser Feuerpause ist eine sehr gute Sache», sagte Macron zu Beginn einer Sitzung des Sicherheits- und Verteidigungsrats in Paris.
Es sei aber auch ein Anliegen Frankreichs, sicherzugehen, dass die Waffenruhe den Libanon vollständig einbeziehe. Macron nannte die Lage im Libanon kritisch.
Die Hisbollah-Miliz habe einen strategischen Fehler begangen, als sie Israel angriff und den Libanon in die regionale Krise hineinzog. Aber das, was man heute mit Angriffen und der Besetzung des Südlibanons erlebe, könne keine dauerhafte Antwort sein.
Spanien fordert ebenfalls Einstellung der Libanon-Angriffe
Spaniens Aussenminister José Manuel Albares sprach im Interview des Radiosenders RNE von einem «Tag der Hoffnung». Auch er forderte aber, dass die israelischen Angriffe auf den Libanon eingestellt werden.
Mit Blick auf die kommenden zwei Wochen sagt Albares: «Wir werden keine Ressourcen scheuen, um die Vermittlungsbemühungen Pakistans zu unterstützen und der Diplomatie zum Durchbruch zu verhelfen.»
Ein endgültiger Frieden sei noch weit entfernt. Man müsse daher alles tun, um «das Risiko von Gewalt und einer inakzeptablen Eskalation, wie sie die Menschheit seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr erlebt hat, zu verringern», forderte er.
Auch die Ukraine meldet sich
Die Ukraine begrüsst den Waffenstillstand sowie die Freigabe der Strasse von Hormus, wie Aussenminister Andrii Sybiha auf X schreibt. Er forderte eine ähnliche «Entschlossenheit» Washingtons bei der Beendigung des russischen Krieges in der Ukraine.

«Amerikanische Entschlossenheit funktioniert. Wir sind der Meinung, dass es an der Zeit ist, genügend Entschlossenheit zu ergreifen, um Moskau zum Stillstand des Feuers zu zwingen und seinen Krieg gegen die Ukraine zu beenden», so Sybiha.
Nebst Europa begrüssen auch mehrere arabische Staaten sowie China die Einigung zwischen den USA und dem Iran.

















