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Mutter besorgt: Crans-Opfer Kean (17) braucht teure Spezialkleidung

Laurin Zaugg
Laurin Zaugg

Italien,

Kean (17) zog sich beim Bar-Brand in Crans-Montana schwere Verbrennungen zu. Sobald er aus dem Spital entlassen wird, muss er teure Kompressionskleidung tragen.

Brandopfer
Kean (17), ein italienisches Crans-Montana-Opfer, ist noch immer im Spital. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit dem Brand in Crans-Montana vor gut fünf Monaten liegt Kean (17) im Spital in Italien.
  • Seine Mutter war zunächst besorgt, da die Rehabilitation mit hohen Kosten verbunden ist.
  • Das italienische Gesundheitsministerium sichert den Brandopfern jedoch Unterstützung zu.

Kean (17), ein Opfer der Brandkatastrophe in der Neujahrsnacht in Crans-Montana, liegt noch immer im Spital.

Der Brand in der Bar «Le Constellation» forderte 41 Tote und über hundert schwer Verletzte. Darunter auch Kean, der sich schwere Brandverletzungen zuzog.

«Leider hat er tiefe Verbrennungen dritten Grades am ganzen Körper: Im Gesicht, an den Armen, am Rücken. Seine verbrannten Finger sind zusammengezogen geblieben. Er kann sie nicht öffnen», erklärt seine Mutter Jim K. gegenüber der italienischen Zeitung «La Repubblica».

Die Antwort des Gesundheitsministers Orazio Schillaci auf einen Appell des Chefredaktors der Sportzeitung «Corriere dello Sport», Ivan Zazzaroni, beruhigt K. jedoch.

«Werden sie weder heute noch jemals im Stich lassen»

Minister Schillaci reagierte öffentlich auf den offenen Brief des Chefredaktors: «Zazzaroni hat Recht, wir werden sie weder heute noch jemals im Stich lassen.» Er verpflichtete sich, die verletzten Jugendlichen durch das Gesundheitssystem zu unterstützen.

Zazzaroni hatte den Gesundheitsminister gebeten, die Opfer von der Zuzahlung für Psychotherapie- und Physiotherapie-Sitzungen zu befreien. Zudem forderte er die kostenlose Bereitstellung von Kompressionskleidung auf Lebenszeit.

Kompressionskleider üben gleichmässigen Druck auf das Gewebe aus, reduzieren so Schwellungen und Blutergüsse und fördern die Hautstraffung. Die hohen Kosten dafür bereiteten Keans Mutter zunächst Sorgen: «Leider sind die sehr teuer.»

«Etwa 3000 Euro alle sechs Monate»

Im Gespräch mit Eltern von Keans Freunden, die bereits aus dem Spital entlassen wurden, erfuhr sie, was die Kleidung kostet: «Etwa 3000 Euro alle sechs Monate, wenn nicht mehr. Sie muss massgeschneidert sein und oft gewechselt werden.»

Da Kean sehr viel Gewicht verloren habe, jetzt aber wieder zunehme, müssten die Kleider allenfalls noch häufiger gewechselt werden.

Bereiten dir Gesundheitskosten Sorgen?

Das Versprechen des Gesundheitsministers, die Kosten auf Lebenszeit zu übernehmen, sei sehr beruhigend: «Die Worte des Ministers haben uns getröstet», so K. gegenüber der Zeitung.

Erst nach drei Tagen gefunden

Sie verbringe täglich 18 Stunden im Spital und gehe nur nach Hause, um zu duschen. Sie schlafe sogar dort. Es sei kompliziert und hart.

Am härtesten seien jedoch die Tage unmittelbar nach der Katastrophe gewesen: «Ich kann nicht vergessen, dass ich meinen Sohn nach dem Brand erst nach drei Tagen gefunden habe. Er war im Spital in Zürich. Tage, in denen ich verzweifelt war und dachte, er sei tot.»

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Kommentare

User #4351 (nicht angemeldet)

Man kann Plastikbeutel nutzen. Plastikbeutel anziehen dann mit so einer Vakuumpumpe die Luft saugen. So hat man schnell und effektiv solch eine Kompression.

User #1594 (nicht angemeldet)

Quantencomputer gelten als nächste grosse technologische Revolution: Mit enormem Potenzial, aber auch gewaltigen Risiken. Sie könnten schon bald bestehende Verschlüsselungssysteme knacken und damit Stromnetze, Zahlungsverkehr und militärische Kommunikation angreifbar machen. Quantencomputer wären deutlich leistungsfähiger als heutige Rechner. «Sie sind um vieles schneller und stärker», sagt Enrica Porcari gegenüber SRF. Sie ist Informatikchefin am Genfer Forschungszentrum CERN.

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