Schweizer Börse schliesst trotz neuer Nahost-Sorgen erneut im Plus
Die Schweizer Börse hat am Dienstag trotz neuer Spannungen im Nahen Osten den zehnten Handelstag in Folge im Plus geschlossen. Der Leitindex SMI gewann nach dem Pfingstwochenende 0,17 Prozent auf 13'525 Punkte. Zeitweise war das Börsenbarometer deutlich stärker gestiegen.

Gestützt wurde die Stimmung zunächst von Hoffnungen auf Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Das liess den Ölpreis zeitweise sinken. Im Tagesverlauf kippte die Stimmung aber wieder: Berichte über militärische Zwischenfälle in der Strasse von Hormus sowie einen mutmasslichen Angriff auf einen Tanker vor Oman sorgten für Verunsicherung an den Märkten. Viele Anleger zweifeln laut Händlern an einer raschen Entspannung im Konflikt.
Der Preis für ein Fass Nordseeöl der Sorte Brent stieg wieder über die Marke von 100 Dollar. «Es ist ja nicht das erste Mal, dass eine Einigung angeblich kurz bevorsteht», kommentierte ein Börsianer das Geschehen im Nahen Osten. Die 100-Dollar-Marke werde auch in den kommenden Wochen darüber entscheiden, in welche Richtung die Aktien tendieren, ergänzte ein Marktbeobachter. Notierungen oberhalb seien ein Signal für anhaltende Inflationsgefahren, nachhaltige Kurse unterhalb dürften eine Entspannung in der gesamten Preisentwicklung bedeuten.
Am Schweizer Markt stützten am Dienstag vor allem konjunktursensible Werte wie Holcim, Sika oder ABB den SMI. Belastet wurde der Index dagegen von den Pharmaschwergewichten Roche und Novartis.










