«Sieg» für Iran: So reagieren US-Politiker auf Trumps Waffenruhe
Trumps Waffenruhe mit Iran sorgt in den USA für Erleichterung. Doch die Kritik am Präsidenten bleibt scharf. Demokraten sprechen von einem «Sieg» für Teheran.

Das Wichtigste in Kürze
- US-Politiker begrüssen die Waffenruhe, warnen aber vor einem faulen Deal zugunsten Irans.
- Demokraten kritisieren Trump scharf und sprechen von einem illegalen Krieg.
- Republikaner loben den Schritt teils als strategisch – bleiben aber skeptisch.
Die von US-Präsident Donald Trump verkündete Waffenruhe mit Iran sorgt in Washington für gemischte Reaktionen. Viele Politiker sind erleichtert.
Kritiker aber warnen vor weitreichenden Zugeständnissen an Teheran. Einige sprechen gar von einem «historischen Sieg» für Iran.
Die vorläufige, auf zwei Wochen begrenzte Feuerpause kam in letzter Minute zustande. Nur Stunden zuvor hatte Trump noch mit massiven Angriffen auf iranische Infrastruktur gedroht.
Demokraten: «Illegaler Krieg» und scharfe Kritik
Nun soll Iran im Gegenzug die wichtige Strasse von Hormus wieder für den internationalen Schiffsverkehr öffnen.
Vertreter der Demokraten reagierten zwar erleichtert auf die Deeskalation, kritisierten Trumps Vorgehen jedoch weiterhin heftig.
Senator Chuck Schumer sprach von einem verzweifelten Rückzieher nach «gefährlichem Säbelrasseln».
Auch Alexandria Ocasio-Cortez stellte klar, dass die Waffenruhe «nichts ändere». Sie warf Trump vor, mit seinen Drohungen einen Völkermord in Aussicht gestellt zu haben und forderte erneut seine Absetzung.
Der demokratische Minderheitsführer im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, bezeichnete Trumps Verhalten als «unbeherrscht und unverantwortlich». Der Krieg sei ohne Plan und ohne Zustimmung des Kongresses begonnen worden.

Besonders deutlich wurde Senator Chris Murphy: Sollte Iran die Kontrolle über die Strasse von Hormus behalten, wäre dies ein «geschichtsverändernder Sieg» für Teheran.
Republikaner: Lob – aber auch Zweifel
Auf republikanischer Seite wurde die Waffenruhe teilweise als kluger Schachzug gewertet. Senator Rick Scott sprach von einem «starken ersten Schritt».
Auch der einflussreiche Iran-Hardliner Lindsey Graham begrüsste diplomatische Bemühungen – zeigte sich jedoch «äusserst vorsichtig». Iran dürfe für sein Verhalten keinesfalls belohnt werden.
Andere Trump-Verbündete warnten, die Waffenruhe könne scheitern oder sei ein Nachteil für die USA. Konservative Stimmen betonten, der Konflikt sei keineswegs beendet.
Forderungen nach Konsequenzen
Mehrere Demokraten fordern Konsequenzen für Trump.
Senator Ed Markey erklärte, der Präsident dürfe nicht ungestraft mit Kriegsverbrechen drohen. Auch Nancy Pelosi hatte zuvor Schritte zur Absetzung ins Spiel gebracht.
Im Kongress wird zudem eine Untersuchung gefordert, wie es überhaupt zum Krieg kommen konnte.














