Aktivisten: 28-Jährige im Iran hingerichtet
Im Iran ist Menschenrechtlern zufolge eine 28-Jährige für den Mord an ihrem Mann hingerichtet worden.

Die Frau sei im Zentralgefängnis der nordwestlichen Stadt Ardabil durch Erhängen exekutiert worden, berichtete die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights mit Sitz in Norwegen. Das Todesurteil wurde gemäss islamischer Rechtsauffassung im Iran vollstreckt, wonach die Familie eines Todesopfers Rache üben darf.
Der Frau sei zur Last gelegt worden, ihren Mann durch Pillen umgebracht zu haben, berichtete Iran Human Rights weiter. Zum Zeitpunkt ihrer Festnahme sei sie schwanger gewesen. Das Kind kam demnach im Gefängnis zur Welt. In ihrem Testament habe sie verfügt, dass ihre Mutter das inzwischen zweijährige Kind grossziehen solle. Den Menschenrechtlern zufolge war es die sechste öffentlich bekannte Hinrichtung einer Frau in diesem Jahr.
Menschenrechtsgruppen kritisieren seit Jahren die rigorose Anwendung der Todesstrafe im Iran und werfen den Behörden vor, Hinrichtungen auch zur Einschüchterung einzusetzen. Amnesty International zufolge wurden im vergangenen Jahr mindestens 2.159 Menschen im Iran hingerichtet – der höchste verzeichnete Wert seit 1981.










