Irans Aussenminister stellt Bedingungen für Verhandlungen

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Iran,

Irans Aussenminister Abbas Araghtschi zeigt sich für ein Ende des Iran-Kriegs verhandlungsbereit, insofern die USA Bedingungen erfüllen.

Der iranische Außenminister Abbas  Araghtschi nimmt an den Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Putin teil. Foto: Dmitri Lovetsky/Pool AP/AP/dpa
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi nimmt an den Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Putin teil. Foto: Dmitri Lovetsky/Pool AP/AP/dpa - Keystone/Pool AP/Dmitri Lovetsky

Sein Land sei bereit, den diplomatischen Prozess fortzusetzen, falls sich «die übertriebenen Forderungen, die bedrohliche Rhetorik und die provokativen Handlungen der amerikanischen Seite» änderten, zitierte der regierungstreue iranische Fernsehsender Press TV den Aussenminister.

Am Freitag war bekanntgeworden, dass der Iran nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna einen neuen Vorschlag an die Vermittler in Pakistan übergeben hat. US-Präsident Donald Trump zeigte sich jedoch unzufrieden damit. Über Inhalte der neuen Initiative wurde zunächst nichts offiziell bekannt.

Trump hatte ebenfalls am Freitag die Kampfhandlungen im Iran in einem Brief an den US-Kongress für beendet erklärt. Es gilt weiterhin eine Waffenruhe, die Trump einseitig und ohne zeitliche Begrenzung verlängert hatte.

Der Iran hatte bereits vergangene Woche Bedingungen für eine Beendigung des Kriegs gestellt: Dazu zählten laut Nachrichtenagentur Tasnim unter anderem die sofortige Aufhebung der von den USA verhängten Seeblockade sowie die Einführung einer neuen rechtlichen Regelung für die Strasse von Hormus.

Während die Verhandlungen über eine dauerhafte Beilegung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran in den vergangenen Wochen ins Stocken geraten sind, setzen sich beide Seiten zunehmend wirtschaftlich unter Druck. Der Iran hat die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Strasse von Hormus durch Drohungen und Beschuss von Tankern und Frachtschiffen weitgehend unpassierbar gemacht.

Die USA haben ihrerseits weitreichende Sanktionen und eine Seeblockade gegen den Iran verhängt, um die Führung in Teheran von den Einnahmen aus dem Ölexport abzuschneiden. Bislang haben die Vereinigten Staaten mit ihrer Blockade nach eigenen Angaben 45 Schiffe gestoppt, wie das zuständige US-Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mitteilte.

Ein ranghoher israelischer Militärvertreter sagte laut «Times of Israel», der jüngste Krieg würde als grosser Misserfolg gelten, falls Irans Vorrat von mehr als 400 Kilogramm hoch angereichertem Uran nicht aus dem Land entfernt werde. Dieser Vorrat reicht israelischen Angaben zufolge dafür aus, elf Atombomben herzustellen, wenn er weiter angereichert würde. Iran betont immer wieder, dass sein Programm friedlicher Natur sei.

Die USA und Israel hatten ihren Krieg gegen den Iran am 28. Februar begonnen. Washington verlangt neben der Herausgabe des hoch angereicherten Urans die Einstellung des iranischen Atomprogramms. Zudem will Washington dem Iran auch eine Begrenzung seines Programms zur Entwicklung ballistischer Raketen auferlegen.

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Kommentare

User #5444 (nicht angemeldet)

Wann erkennen Israel und die Usa, dass der Iran in der ganzen Geschichte der Moderne, nie ein Land unbegründet angegriffen hat, nie eine Atombombe gezündet hat. Der Iran wurde überfallen und hat alle guten Gründe, Forderungen zu stellen!

User #5030 (nicht angemeldet)

Wann erkennt der Iran, daß er keine Forderungen mehr zu stellen hat.

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